Rostock: 30 Prozent weniger Autoverkauf

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22. April 2010, 09:46 Uhr

Rostock | Der Automarkt in Rostock bricht ein. Nach dem Ende der Umweltprämie 2009 sind die Neuzulassungen um rund 30 Prozent gesunken. Erst zum Sommer erwartet der Landesverband des Kraftfahrzeuggewerbes eine leichte Erholung der Branche. Hauptsächlich Kleinwagen sind zur Zeit gefragt. Das bestätigt auch das Rostocker Suzuki Autohaus Goesch. "Das Jahr ist zwar langsam angelaufen, aber Modelle wie der Alto, Splash und Swift gehen gut", sagt Ilona Goesch.

Die Gründe für die eingebrochenen Umsatzzahlen sieht Jörg Behncke, Geschäftsführer des Landesverbandes Kfz-Gewerbe, neben dem langen Winter vor allem in der Wirtschaftskrise. Besonders wegen drohender Arbeitslosigkeit durch die Werftkrisen geben Hersteller Anreize zum Kauf von Kleinwagen mit preisgünstigen Angeboten. "Besonders Opel führt mit seinen Kleinwagen ein gutes Produkt und geht mit den Preisen runter", sagt Behncke.

Während im Dezember noch 3536 Fahrzeuge den Besitzer wechselten, waren es im Februar nur noch 2538 verzeichnete Neuzulassungen. "In den winterlichen Monaten haben wir in Rostock mit dem Rückgang gerechnet", sagt der Geschäftsführer. Vor allen Dingen private Halter verzichteten derzeit auf den Kauf eines Autos. Viele Rostocker ließen das Fahrzeug stehen und blieben entweder zu Hause oder führen mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit. Der Entschluss zum Neukauf eines Wagens sei nach Angaben Behnckes im Winter generell sehr verhalten. Mit dem Winterreifengeschäft haben sich die Händler in den vergangenen Monaten gut beholfen. "Das Geschäft ist sehr gut gelaufen", sagt er.

Nachdem im vergangenen Jahr bundesweit 3,8 Millionen Fahrzeuge verkauft wurden, geht der Geschäftsführer des Landesverbandes davon aus, dass es in diesem Jahr nur noch 2,8 Millionen sein werden.

"Vor allem Mercedes konnte im Zuge der Umweltprämie seine Zahlen nicht erhöhen", bestätigt Behncke. Hersteller wie Hyundai, Citroën, Nissan, Skoda und Opel profitieren hingegen mit ihren kompakten Modellen. "Fuhrparkunternehmen hielten sich zurück durch die Krise, neue Anschaffungen zu machen", sagt er. So hat Mercedes im Dezember des vergangenen Jahres lediglich 185 Wagen verkauft und im Februar nur noch 87. Hingegen lagen die Verkaufszahlen bei Citroën im Dezember bei 320 Autos und im Januar immerhin noch bei 259 verkauften Fahrzeugen. Im Februar fiel jedoch auch dort der Absatz auf 161 Stück.

Für die kommenden Monate prognostiziert der Kfz-Verband einen leichten Anstieg an Neuzulassungen. "Einigen Unternehmen geht es wirtschaftlich besser, so dass der Anteil gewerblicher Zulassungen steigen wird", sagt er. Vor allem Mercedes wird mit seinen Lieferwagen profitieren.

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