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Lokales

23. November 2017 | 17:33 Uhr

Rolandstadt prägt künftige Weltstars

vom

svz.de von
erstellt am 13.Jul.2011 | 06:34 Uhr

Perleberg | Vom 18. Juli bis zum 6. August findet in Perleberg zum dritten Mal die Lotte-Lehmann-Akademie statt. 16 junge Sängerinnen und Sänger, die sich hier auf eine Karriere im internationalen Opernbetrieb vorbereiten wollen, haben bereits fest zugesagt, so der künstlerische Leiter Angelo Raciti. Das Teilnehmerfeld gibt sich überaus international. Während in den ersten beiden Sommerkursen für hoch talentierten Sängernachwuchs viele aus den USA kamen, haben man jetzt den Fokus verstärkt auch auf andere Länder gelegt, so der künstlerische Leiter. Neben Teilnehmern aus den USA kommen diese auch aus Israel und Island, aus Australien, Kenia, Armenien, Polen und auch aus Norwegen. Gelungen sei es zudem, verstärkt männliche Teilnehmer zu gewinnen. Damit können im Konzertprogramm unter anderem auch mehr Duette präsentiert werden, "und das in einer interessanten szenischen Form", betont Raciti.

International gibt sich auch wieder die Dozentenschaft. Besonders erfreut zeigt sich Raciti, dass mit Kammersänger Thomas Moser ein weiterer Meisterschüler von Lotte Lehmann gewonnen werden konnte. Als Lyrischen Tenor und Mozart-Interpret machte sich der Kammersänger der Wiener Staatsoper einen Namen. In den 90er Jahren wandte sich Moser zunehmend dem Heldenfach zu und feierte mit Wagner herausragende Erfolge. Der prägende Einfluss von Lotte Lehmann sei ausschlaggebend, dass er in die Geburtsstadt der großen Sopranistin kommt, um gemeinsam mit Karan Armstrong, die ebenfalls Meisterschülerin von Lotte Lehmann war, und den anderen zehn international renommierten Dozenten den jungen Sängern den letzten Feinschliff in Technik, Stilistik und Bühnenpräsenz zu geben.

Fünf Konzerte werden die Akademie-Teilnehmer im Laufe des Sommerkurses geben. Mit der jungen estnischen Sopranistin Sirje Alexandra Viise wird zudem eine ehemalige Teilnehmerin der Lotte-Lehmann-Akademie auch bei den Wittenberger Elblandfestspielen am Wochenende mit auf der Bühne stehen. "Das spricht für das hohe Niveau der Ausbildung, deren Einmaligkeit die Individualität ist, mit der an den Künstlerpersönlichkeiten gearbeitet wird", betont Raciti Anspruch und Stellenwert der Akademie. Versuchen wolle man, die Kooperation mit den Elblandfestspielen dahingehend zu intensivieren, dass sie die kulturelle Identität der Region prägt, so wie Rheinsberg die der Ostprignitz.

Für drei Wochen werden Meisterklassen mit Weltstars, täglicher intensiver Gesangsunterricht, Sprach- und Stilcoaching sowie Workshops in Körperarbeit und Bühnentraining die Akademie-Teilnehmer erwarten. Die Kurse finden in der Aula des Perleberger Gymnasiums, in den Räumlichkeiten des Museum und der Kreismusikschule täglich ab 10 Uhr statt. Publikum ist herzlich willkommen.


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