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Lokales

17. Dezember 2017 | 14:59 Uhr

Roland rückt an die A 24

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svz.de von
erstellt am 04.Mai.2010 | 06:31 Uhr

Perleberg | Mit der Bundesautobahn 24, die den Landkreis Prignitz im Nordosten durchquert, hatte Perleberg nicht wirklich viel zu tun - bis jetzt. Denn noch in diesem Jahr werden im Bereich der Anschlussstellen Meyenburg/Putlitz in beiden Fahrtrichtungen zwei große braune Hinweisschilder Werbung für den historischen Perleberger Stadtkern machen. Bürgermeister Fred Fischer stellte den Entwurf der Tafel, die die Silhouette der Stadt mit Rathaus, Roland und Kirche zeigt, auf der jüngsten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung vor.

Die Initiative beruht auf einer Grundsatzentscheidung der Arbeitsgemeinschaft (AG) Historische Stadtkerne, in der zurzeit 31 brandenburgische Städte vereinigt sind. Die AG will möglichst alle Mitgliedskommunen werbetechnisch an die Autobahnen bringen. Schilder stehen bereits für Altlandsberg, Angermünde, Belzig, Beeskow, Luckau, Nauen, Neuruppin, Peitz und Werder/Havel - alles Mitglieder der AG.

Mitglied ist auch Wittstock/Dosse in der benachbarten Ostprignitz. Dort hatte man sich jedoch frühzeitig darauf geeinigt, an der A 24 nicht Reklame für die Stadt als solches, sondern für das dort beheimatete Museum 30-jähriger Krieg zu platzieren. Das Klosterstift Heiligengrabe - zwischen Wittstock und Pritz walk gelegen - werde sich demnächst ebenfalls mit zwei braunen Tafeln an der Autobahn wiederfinden, war vom Tourismusverband Prignitz zu erfahren.

Ebenfalls seit bereits rund drei Jahren an der A 24 vertreten ist Meyenburg mit seinem Modemuseum. Josefine Edle von Krepl, Leiterin des Museums, bestätigte auf Nachfrage des "Prignitzer", dass dies ein absolut vorteilhafte Sache sei. "Wir fragen unsere Gäste danach, wie sie aufs Modemuseum gekommen seien. Und ganz oft erhalten wir zur Antwort: durch das Hinweisschild an der Autobahn." Die Beantragung, das Überwinden aller bürokratischen Hürden indes kostete in Meyenburg Zeit und dauert auch in Perleberg schon Jahre an. Bauamtsleiter Wolf-Rüdiger Bleeck geht jedoch davon aus, dass das Projekt inzwischen so weit gediehen ist, dass die Schilder noch in diesem Jahr an der A 24 installiert werden können. Pro Tafel muss die Stadt rund 3800 Euro investieren. Auch die laufenden Instandhaltungs- und Pflegekosten übernehme derjenige, der die Schilder aufstellen lasse, erläutert Uwe Neumann Geschäftsführer des Tourismusverbandes Prignitz. Über seinen Tisch laufen alle Autobahn-Ausschilderungsvorhaben, die nichts mit der AG Historische Stadtkerne zu tun haben. Avisiert seien, so Neumann, aus Sicht des Reisegebietes Prignitz noch Tafeln für Wolfshagen und perspektivisch auch für Freyenstein.

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