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Lokales

17. Dezember 2017 | 07:15 Uhr

Rohrbruch sorgt für Ebbe in Region

vom

svz.de von
erstellt am 14.Sep.2010 | 07:00 Uhr

Woosmer-Hof | Die Bewohner von über 450 Haushalten in Woosmer-Hof, Vielank, Alt und Neu Jabel, Tewswoos, Woosmer wie auch Hohen Woos staunten gestern früh gegen 6 Uhr wohl nicht schlecht, als Kaffee-Kochen, Zähneputzen und Duschen plötzlich entfallen mussten. Der Grund: Ein Hauswasserrohranschluss am Ortsrand von Woosmer-Hof war geplatzt.

"An die Schadensstelle in zwei Meter Tiefe vorzudringen, war auf Grund des lang anhaltenden Regens gar nicht so einfach", berichtet Stefan Lange als geschäftsführender Leiter des für die Wasserleitungen in dieser Region zuständigen Zweckverbandes kommunaler Wasserversorgung und Abwasserbehandlung, kurz auch ZkWAL genannt. Und betont: "Doch wir setzen mit Mann und Maus alles daran, dass das Wasser schnell wieder fließt."

Vor Ort mühten sich Vorarbeiter Matthias Harke und sein Kollege Heiko Baldauf von der Schweriner Firma Tief- und Kulturbau, den Schaden schnellstmöglichst zu beheben. "Hier, die beiden Bolzen sind einfach weggegammelt", zeigt der 32-jährige Tiefbauer Harke die Übeltäter und verweist auf deren ursprünglichen Sitz an einer sogenannten Ventilanbaubrücke über dem schwarzen 200er PVC-Hauptanschlussrohr. "Wir waren ab 8 Uhr in Woosmer-Hof und haben erst mal mit dem Bagger die Stelle freigelegt. Dann musste immer wieder das nachfließende Wasser abgepumpt werden, um die Stelle einigermaßen trocken zu bekommen. Denn ansonsten können wir sie nicht reparieren. Doch zuvor haben wir die Hauptwasserleitung, die auch die anderen Haushalte in der Umgebung versorgt, gegen 6 Uhr abgeklemmt. Das ging leider nicht anders." Sprichts, und springt in das mit Schlamm und Wasser gefüllte Bauloch, um an das kaputte Bauteil zu gelangen. Sein Kompagnon Baldauf betätigt indes die Schmutzwasserpumpe, die röchelnd die trübe Flüssigkeit zwischen Harkes Füßen aufsaugt und nach oben befördert. Als die Uhrzeiger die zwölfte Tagesstunde anreißen, ist die Havarie im Griff der beiden Tiefbauer. Sie können teilweise Entwarnung geben und sorgen dafür, dass die Hauptwasserleitung wieder angestellt wird. Den Regen über sich spüren die beiden Helden des Alltags kaum noch. Ihre Klamotten sind trotz der regenabweisenden Kleidung ohnehin fast durch.

"Wir haben anschließend auch noch mal die Rohre gespült. Schneller ging es unter diesen widrigen Wetterbedingungen wahrlich nicht", lobt ZkWAL-Chef Stefan Lange die flinke Schadensbehebung der Schweriner Experten an dieser komplizierten Baustelle und freut sich, dass die betroffenen Haushalte vier Stunden nach Schadensmeldung wieder über Trinkwasser verfügen.

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