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Lokales

17. November 2017 | 22:20 Uhr

Rodelspaß im Sommer

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erstellt am 04.Okt.2010 | 06:50 Uhr

GroSS Woltersdorf | Noch in dieser Woche beginnen die Vorbereitungen für den Bau der Sommerrodelbahn in Groß Woltersdorf. Der Bewilligungsbescheid liegt jetzt auf dem Tisch. 268 000 Euro Fördermittel erhält die Gemeinde Groß Pankow (Prignitz) für das ehrgeizige Projekt, das insgesamt 425 000 Euro umfasst . Denn die künftige Sommerrodelbahn wird mit einem Märchenpfad kombiniert, wie Bauamtsleiter Halldor Lugowski erklärt.

Vorgesehen ist das Areal zwischen Waldlehrpark und Dorf, denn dort, so Lugowski, ist das Gelände recht abschüssig, "gibt es im Wald schon eine Schneise, wo im Winter immer gerodelt wird". Die Fläche gehört der Gemeinde, die auch den Antrag auf Förderung dieser touristischen Infrastrukturmaßnahme gestellt hat und in deren Trägerschaft das Projekt entsteht.

Für die künftige Rodelbahn ist ein Modell aus Finnland geplant, das sich auch bei schlechterem Wetter nutzen lasse, wie Lugowski erklärt, denn es handele sich dabei um Kunststoffbahnen, die Feuchtigkeit benötigen. In Groß Woltersdorf soll dafür Quellwasser genutzt werden, das nach oben gepumpt wird und die Piste befeuchtet. Eigentlich muss es die Pisten heißen, denn vorgesehen sind vier Bahnen nebeneinander. "Da kann man dann auch mal Rennen veranstalten", so Lugowski. Die Bahnen sollen eine Gesamtlänge von 110 Metern erhalten. Auf 80 Metern davon geht es abwärts, und das bei einem Gefälle von 20 bis 25 Prozent, der Rest erhält Gegengefälle zum Abbremsen. Wieder nach oben führt dann ein separater Weg

Parallel dazu entsteht der so genannte Märchenpfad. "Er wird sich allerdings den Berg hoch schlängeln", beschreibt Lugowski. Aller Voraussicht nach werden fünf Stationen an diesem Weg errichtet. So beispielsweise ein Tunnel, der durch die Rodelbahn führt. Gedacht sei aber auch an gestaltete Märchenfiguren, die entsprechend angestrahlt werden. Überhaupt, so verrät Lugowski, soll an diesem Pfad, der ja auch als nächtlicher Wanderweg gedacht ist, viel mit Licht-, aber auch mit akustischen Effekten gearbeitet werden. Bodenstrahler könnten für mystisches Licht sorgen, Bewegungsmelder und Druckhebel der Auslöser sein für verschiedenste Töne, eben eine ganz märchenhafte Atmosphäre schaffen.

Jetzt, so betont der Bauamtsleiter, werde erst einmal Baufreiheit geschaffen, das heißt, es müssen Waldbäume weichen. Gestern und heute nehmen deshalb Mitarbeiter an einem Lehrgang teil, um den Berechtigungsschein für das Bedienen von Motorsägen zu erwerben. Die gefällten Bäume werden als Schnittholz oder auch für Pfähle genutzt bzw. als Heizmaterial für den Groß Woltersdorfer Backofen des Wahrberge Vereins, erläutert Lugowski.

Die Vorbereitung und Begleitung des Projektes erfolge gemeinsam mit Arbeitskräften, die über das Programm Arbeit für Brandenburg eingestellt werden. "Wir bekommen von der Arge Prignitz Personen zugewiesen", erklärt der Bauamtsleiter. Sie würden aber vor allem in die Arbeiten am Märchenpfad einbezogen. "Die Sommerrodelbahn selbst errichtet eine Fachfirma."

Bis Ende 2013 soll das gesamte Projekt abgeschlossen sein. Genau so lange laufe der Fördermittelbescheid. "Wir haben deshalb jetzt ein Ingenieurbüro beauftragt, die Maßnahme in drei Jahresabschnitte zu gliedern", beschreibt Lugowski.

Nach Fertigstellung ist der Ort, der schon heute viele Touristen anlockt mit seinem Jugendgästehaus, Campingplatz, Naturbadesee und weiteren Einrichtungen, die vor allem Dank des Engagements des Wahrberge Vereins so gut funktionieren, auf jeden Fall um eine Attraktion reicher.

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