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Lokales

12. Dezember 2017 | 17:04 Uhr

Rio-Reiser-Verein tagte

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erstellt am 17.Apr.2011 | 07:11 Uhr

Bendelin | Nachdem der Rio Reiser-Verein zu Beginn dieses Jahres sein Domizil im nordfriesischen Fresenhagen aufgeben musste und in diesem Zusammenhang auch die Umbettung des Leichnams auf den Berliner Friedhof Alter St. Matthäus-Kirchhof erfolgte, denken die Mitglieder über eine grundlegende Neustrukturierung nach.

Ein Teil von ihnen traf sich am vergangenen Wochenende auf dem Hof von Diana und Thomas Kleis in Bendelin zur Mitgliederversammlung, auf der auch die generelle Auflösung diskutiert wurde. "Dazu kam es aber nicht, wir machen weiter", sagte gestern Peter Möbius im Gespräch mit dem "Prignitzer". Er ist einer von zwei Rio-Reiser-Brüdern, kümmert sich gemeinsam mit Gert Möbius und aktiven Mitgliedern des Vereins nach dem Tod des Künstlers am 20. August 1996 um die Verwaltung und um die würdige Präsentation des Reiser-Nachlasses.

Diana und Thomas Kleis leiteten das Rio-Reiser-Haus in Fresenhagen von November 2006 bis August 2009, waren und sind dem "König von Deutschland" auf ihre Weise sehr nah. Dass sie auf ihrem Hof in Bendelin die Mitgliederversammlung ausrichteten war also eigentlich nur eine logische Konsequenz aus ihrem Engagement. Gern würden sie in ihren Räumlichkeiten auch Teile der Ausstellung zeigen, sich vielleicht sogar zu einem neuen Fresenhagen profilieren. Der Tenor am Sonnabend lautete jedoch, Berlin als künftigen Standort auszuwählen. Die Begründung ist in der Geschichte zu suchen: Rio Reiser war von 1970 bis 1985 Sänger und Haupttexter der Band "Ton Steine Scherben". Das Kollektiv hatte sich 1970 in der Sponti-Szene Berlin-Kreuzbergs gegründet. 1975 wurde der reetgedeckte Bauernhof in Nordfriesland zum Zufluchtsort für "Ton Steine Scherben". Trotz seiner grandiosen Solokarriere, die Rio Reiser nach der Auflösung der Band startete, bleibe sein Name stets auch mit der Band verknüpft, machte Gert Möbius deutlich.

Zu Details, die Berlin betreffen, wollte man sich am Samstag noch nicht im Detail äußern. Was Bendelin angehe, so könne sich der Verein vorstellen, den Ort auch künftig für Treffen zu nutzen, wie sie noch bis 2010 in Fresenhagen stattgefunden haben. "Die Stimmung, die Tendenz bei uns ist so", bestätigte Peter Möbius. Der Hof, das Dorf und die gesamte Umgebung habe den Mitgliedern, die aus ganz Deutschland angereist waren, ausgesprochen gut gefallen. Außerdem liege Bende lin natürlich wesentlich günstiger als vormals Fresenhagen, biete ausreichend Übernachtungsmöglichkeiten.

Gespeist wurde am Samstagabend übrigens gemeinsam auf der Plattenburg. Ein Wiedersehen in der Prignitz, so Peter Möbius, sei sehr wahrscheinlich, "zumal einige von uns geäußert haben, das sie hierher gern noch einmal separat mit der Familie reisen möchten."

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