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Lokales

21. November 2017 | 16:40 Uhr

Rettungsanker für das Jugendschiff

vom

svz.de von
erstellt am 03.Jun.2010 | 08:35 Uhr

Schmarl | Hoffnung für die "Likedeeler": Die Bürgerschaftsfraktionen SPD, CDU, Linke und Rostocker Bund/ Graue/Aufbruch 09 wollen die Jugendarbeit auf dem Jugendschiff in diesem Jahr mit zusätzlichen 80 000 Euro unterstützen und damit die Existenz des Jugendhilfeangebots - zumindest für 2010 - retten. Eine entsprechende Beschlussvorlage für die nächste Sitzung der Bürgerschaft ist bereits formuliert.

Seit Jahrzehnten bietet das Schiff auf der Warnow maritime Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche mit den Schwerpunkten Umwelt und Ökologie. Auf der Prioritätenliste des Jugendhilfeausschusses landete das Angebot in diesem Jahr allerdings nur in der Kategorie "wünschenswert". Vor dem Hintergrund des knappen Etats werden damit die Angebote dort nicht mehr in vollem Umfang gefördert. Für die Jugendarbeit auf der "Likedeeler" sind damit rund 100 000 Euro weniger als im Vorjahr vorgesehen. 2009 hatte das Schiff noch rund 165 000 Euro bekommen.

"Weil ein Teil der Gelder gestrichen wurde, ist die Existenz der Projektarbeit gefährdet", sagt Eva-Maria Kröger, Fraktionsvorsitzende der Linken. Wie auch andere Träger der Jugendarbeit hätten die Betreiber des Schiffs bereits in den vergangenen Jahren mit Kürzungen zu kämpfen gehabt. Für die "Likedeeler" ginge es jetzt aber an die Substanz.

Die 80 000 Euro zur Sicherung der Jugendarbeit auf dem Schiff sollen laut der Vorsitzenden des Jugendhilfeausschusses, Conny Proske (SPD), aus einem ganz anderen Bereich des städtischen Haushalts kommen: "Wir sind sicher, dass die Tourismuszentrale auch mit 80 000 Euro weniger auskommt und trotzdem ihre Aufgaben erfüllen kann." Sie ist optimistisch, dass die Mehrheit der Bürgerschaft sich hinter den Antrag stellen wird. "Es ist bekannt, dass dort gute Jugendarbeit gemacht wird. Und nicht zuletzt steht es uns als Hansestadt gut zu Gesicht, eine Form der Jugendarbeit am Wasser anzubieten", sagt Proske.

So sieht es auch Ulrike Jahnel, die für die CDU im Ausschuss sitzt. "Das Angebot ist besonders wegen seines maritimen Charakters erhaltenswert", sagt sie. Gleichzeitig weist sie darauf hin, dass in den kommenden Jahren nach anderen Finanzierungswegen gesucht werden müsse. "Die Betreiber wissen jetzt, dass das Angebot in Zukunft sicherlich wieder in der Kategorie ,wünschenswert eingestuft wird", so Jahnel. Deshalb seien sowohl vom Betreiberverein als auch von der Politik Vorschläge zu alternativen Finanzierungsmodellen gefragt, wenn das Angebot langfristig in Rostock bestehen bleiben soll.

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