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Lokales

23. September 2017 | 21:54 Uhr

Rekordregen fordert die Einsatzkräfte

vom

svz.de von
erstellt am 31.Jul.2011 | 07:04 Uhr

Rostock | Land unter, das ist am vergangenen Wochenende die Situation in Evershagen, Graal-Müritz, Bargeshagen, Warnemünde, Lambrechtshagen, Hohe Düne, Nienhagen, Heiligendamm gewesen. Im Raum Rostock wurden bis Sonnabend 338,5 Liter Regen pro Quadratmeter registriert, der langjährige Durchschnitt für den Juli betrage 71 Liter pro Quadratmeter, so Diplom-Meteorologe Gerd Saalfrank vom Deutschen Wetterdienst Potsdam. Damit beschert der Monat dem Land fast fünf Mal so viel Regen wie ein durchschnittlicher Juli. Seit Sonntag vergangener Woche sind Mitglieder verschiedener Feuerwehren und des Technischen Hilfswerkes Tag und Nacht an der Schleuse am Sturmgraben Graal-Müritz im Einsatz. Mit zwei Pumpen, die jeweils 60 Kubikmeter Wasser pro Minute absaugen, versuchte man, den Wassermassen Herr zu werden. "Wir pumpen das Oberflächenwasser von 5000 Hektar Fläche aus dem Gebiet der Rostocker Heide und den Wiesen", so Abschnittsleiter Kay Kröppelien.

In einer Eigenheimsiedlung in Rostock-Evershagen haben sich Sonnabend die betroffenen Einwohner zusammengefunden, um ihre Forderungen an Verantwortliche zu formulieren. Die Betroffenen wollen sofort Hilfe. Hier hat der Regen die viele Häuser, Gärten und Straßen unter Wasser gelegt. Einige glauben, dass die Stadt als Eigentümer bei der Erschließung der Grundstücke eine mögliche Hochwassersituation falsch eingeschätzt hat und daher Fehler bei der Drainage gemacht wurden.

Hans-Joachim Meier, Leiter des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt in Rostock, und zuständig für diese Region, kennt das Problem. Diese bislang nicht gekannten Regenmengen "hat uns deutlich gemacht, umgehend bauliche Veränderungen vorzunehmen", sagt der Amtschef. So soll der Verbindungsgraben in Heiligendamm, der das überschüssige Regenwasser in die Ostsee führt, vertieft und verbreitert werden. In Graal-Müritz sollen Planungen für ein neues Schöpfwerk überprüft werden. Tagelang ist der Wasserspiegel wegen des Rekordregens gestiegen.

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