zur Navigation springen

Reiterhof in Flammen: Hengst verbrennt in Rostock

vom

svz.de von
erstellt am 02.Mai.2010 | 07:46 Uhr

Rostock | Ein Großfeuer hat am Sonnabend eine Scheune und den Stall eines Pferdehofes vor den Toren Rostocks zerstört. In den Flammen in Lichtenhagen-Dorf kamen auch ein Zuchthengst im Wert von 170 000 Euro und eine Deckstute ums Leben. Menschen wurden Angaben der Polizei zufolge nicht verletzt. Die genaue Ursache des Feuers ist noch unklar. Die Polizei ermittelt aber wegen des Verdachts der Brandstiftung. Der Gesamtschaden beläuft sich auf 300 000 Euro.

Der Besitzer hatte die Flammen entdeckt und sofort die Feuerwehr alarmiert. Er versuchte noch selbst zu löschen, blieb jedoch erfolglos. Als die ersten Rettungskräfte auf dem Hof eintrafen, stand der 45 Meter lange Schober mit integriertem Stalltrakt bereits lichterloh in Flammen. Die Rauchwolke war mehrere Kilometer weit zu sehen. So wurden auch die Besatzungen von Wasserwerfern der Polizei auf das Unglück aufmerksam, die zu diesem Zeitpunkt wegen des NPD-Aufmarsches im Rostocker Nordwesten stationiert waren. Sie eilten zu Hilfe und unterstützten die Löscharbeiten. Feuerwehren aus Rostock und den umliegenden Gemeinden kämpften über mehrere Stunden gegen die Flammen, konnten den Gebäudekomplex aber letztlich nur kontrolliert abbrennen lassen. Weitere Pferde befanden sich nicht in den insgesamt acht Boxen des Stalltrakts.

Unbekannte Feuerteufel hielten die Feuerwehr zudem am Sonnabend an weiteren Orten im Rostocker Stadtgebiet in Atem. Fast zur gleichen Zeit wie der Stall stand eine Grasfläche direkt an der Stadtautobahn in Lichtenhagen in Flammen.Unbekannte Täter zogen Sonntagmorgen durch die Kröpeliner-Tor-Vorstadt und setzten Mülltonnen in Brand. So brannte es neben einer Gaststätte in der Niklotstraße, in der Borwinstraße sowie gegen 3.30 Uhr in der Fritz-Reuter Straße. Polizeibeamte bemerkten zudem um 2.10 Uhr einen Flächenbrand in der Toitenwinkler Allee sowie um 3.35 Uhr den Brand eines größeren Sperrmüllhaufens in Evershagen. Menschen wurden nach den Angaben der Kommissarin vom Lagedienst nicht verletzt. Alle Feuer konnten gelöscht werden, bevor größerer Schaden entstand.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen