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Lokales

25. September 2017 | 17:25 Uhr

Rehnaer wollen Züge leichter machen

vom

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erstellt am 11.Okt.2010 | 08:31 Uhr

Rehna | Die Züge der Deutschen Bahn werden leichter. Möglich wird dies durch neue Werkstoffverbundverfahren, die das mittelständische Unternehmen PMC GmbH Rehna und die Fachhochschule Stralsund gestern mit Wirtschaftsminister Jürgen Seidel der Öffentlichkeit vorstellten. Hochschule und PMC erhalten dafür 1,4 Millionen Euro aus dem europäischen Sozial- und Regionalentwicklungsfonds zur Erforschung und Entwicklung der neuen Technologien. Seidel überreichte gestern in Rehna an PMC Chef Frank Jaeckel und Professorin Petra Maier (FH Stralsund) die Förderbescheide.

Die in Rehna gefertigten Bauteile kommen an ICE-Zügen zum Einsatz. Bei der Produktion werden Harzschichten mit verstärkten Glas- und Carbonfasern kombiniert. Im Ergebnis sind die neuen Bauteile bis zu 75 Prozent leichter. Die Gewichtsreduktion vermindert den Energiebedarf. Bei 100 Kilogramm weniger Gewicht am Zug lassen sich 17 000 Tonnen Kohlendioxid im Jahr einsparen.

PMC Rehna fertigt Bug klappen und Kotflügel für ICE-Züge. Die innerhalb der Kooperation neu entwickelten Produkte sollen auf dem Ersatzteilmarkt für U-, S-, Regionalbahnen und Hochgeschwindigkeitszügen als Umrüst- und Ersatzausstattung angeboten werden. "Mit solchen Programmen, wo wir unabhängig mit eigenen Produkten agieren, sind wir weniger abhängig vom Weltmarkt und folglich besser aufgestellt", sagt Seidel. Er freue sich auf derartige Kooperationen mit dem Ziel der "Bündelung von Kapazitäten bei Forschung und Wissen" im Land MV.

Frank Jaeckel hält nach der "Evolution im Bereich Werkstofftechnik nun mit der Fachhochschule Stralsund den Quantensprung" im Leichtbau für realistisch. Jaeckel: "Lassen sie sich für den Leichtbau begeistern. Dieser Bauweise gehört die Zukunft." In welcher Form und Materialkombinationen, dies erforschen die Mitarbeiter der Fachhochschule Stralsund.

"Über einen Zeitraum von drei Jahren widmen sich zwei wissenschaftliche Mitarbeiter ganz dem Thema", so Petra Maier. In den Labors der FH Stralsund, Fachabteilung Maschinenbau, erfolgt die Prüfung der von PMC gefertigten Materialkombinationen mit Hilfe von Elektronenmikroskopen und der mechanischen Werkstoffprüfung.

PCM entwickelt und produziert seit 2008 und heute mit elf Angestellten und Auszubildenden im Gewerbegebiet Rehna.

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