Rehnaer kämpfen für Plattdeutsch

svz.de von
14. Februar 2011, 11:12 Uhr

Rehna | "Man soll sich nicht einfach so erwarten, dass das Plattdeutsche gerettet werden kann. Wenn es nicht in der Familie gesprochen wird, kann es auch nicht weiter getragen werden", sagt der Rehnaer Pastor Christian Voß.

Das sieht auch Rita Völzer so. Die Vorsitzende des "Plattdütschen Vereins to Rehna e.V." fördert deshalb zusammen mit ihren Vereinsmitgliedern die plattdeutsche Sprache. Ihre Kinder- und Jugendgruppe nimmt auch in diesem Jahr wieder am Plattdeutsch-Wettbewerb des Landes heimatverbandes in Schwerin teil, dessen Schirmherr Bildungsminister Henry Tesch ist. "Ich finde es sehr wichtig, dass die Sprache erhalten bleibt, denn es wäre schade, wenn in ein paar Jahren niemand mehr Plattdeutsch spricht", sagt Rita Völzer.

Damit läuft die Vereinsvorsitzende bei Bildungsminister Tesch offene Türen ein. Er setzt sich verstärkt für die Verbreitung des Niederdeutschen im Land ein (wir berichteten). Nach dem Reuter-Jahr 2010 will er an Schulen und Kindertagesstätten weitere Initiativen starten, um die mecklenburgische Mundart zu fördern. "Minister Tesch hat wiederholt betont, dass die Pflege und Erhaltung der niederdeutschen Sprache eine wichtige Aufgabe unseres Bundeslandes ist", sagt Johanna Hermann, Sprecherin des Bildungs ministeriums. Zurzeit findet ein Modell projekt des Bildungsministeriums "Niederdeutsch in der frühkindlichen Bildung" an 19 Kindertagesstätten im Land statt.

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