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Zahl der Lastwagen auf der B 104 nimmt von Jahr zu Jahr zu : Rehna wehrt sich gegen Mautpreller

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Der Verkehr auf der Bundesstraße 104 zwischen Lübeck und der Autobahn 24 beziehungsweise der polnischen Grenze nimmt stetig zu - zumindest subjektiv für viele Anwohner, wie den Rehnaer Martin Reininghaus.

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erstellt am 07.Jul.2011 | 08:46 Uhr

Rehna | Der Verkehr auf der Bundesstraße 104 zwischen Lübeck und der Autobahn 24 beziehungsweise der polnischen Grenze nimmt stetig zu - zumindest subjektiv für viele Anwohner, wie den Rehnaer Martin Reininghaus. Sie registrieren außerdem eine stete Zunahme der Lastwagen auf der Bundesstraße. Deutlich ist das zu sehen, wenn es auf der Bundesstraße wie gestern bei Gadebusch zu einem Unfall kommt. Kaum war die Straße gesperrt, stauten sich Lastwagen schnell in beiden Richtungen in einer Kolonne von bis zu zwei Kilometern. Innerhalb der vergangenen Wochen ereigneten sich zudem mindestens drei Unfälle, bei denen Lkw-Fahrer von der Straße abgekommen waren. Wegen der Bergung der schweren Lkw kam es dann immer wieder zu erheblichen Behinderungen.

Martin Reininghaus, der seit vier Jahren in der kleinen Stadt Rehna lebt, sieht auch Beeinträchtigungen durch den Lärm und die Abgase der Lastwagen, die sich täglich durch die verwinkelte Ortsdurchfahrt schlängeln. "Gefühlt ist es eine echte Belastung", sagt der Rehnaer. "Wir wollen nicht warten, bis ein schlimmer Unfall in der Stadt passiert", sagt Reininghaus. Gemeinsam mit Bürgermeister Hans Jochen Oldenburg hat er im Namen der Stadt eine Anfrage an Verkehrsminister Volker Schlotmann (SPD) gestellt. Der hatte bereits im vergangenen Jahr Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) schriftlich aufgefordert, den in MV liegenden Teil der B 5 sowie den östlichen Teil der B 104 zu bemauten, um Anwohner besser vor unnötigem Verkehrslärm zu schützen. "Bundesstraßen dürfen nicht zu preisgünstigen Ausweichstrecken für Autobahnen werden", war sein Credo. Doch, wie sich am Beispiel der zeitweise für Lkw gesperrten B5 zeigt, ist es für den jeweiligen Landrat als zuständige Behörde nicht einfach, diese "verkehrsbehördlichen Maßnahmen zur Vermeidung von Mautausweichverkehren" zu rechtfertigen. Schlotmann teilt Martin Reininghaus aber mit, dass die Verkehrsabläufe auf den Straßen in MV durch das Landesverkehrsministerium sehr genau beobachtet werden.

Reines Beobachten ist den Bewohnern der Klosterstadt zu wenig. Sie wollen politische Entscheidungen, die ihnen helfen. "Ich halte eine Maut für die B104 für die einzige Lösung, den Lastkraftverkehr zu reduzieren", sagt Martin Reininghaus. "Wenn wir ein Drittel loswerden könnten, wäre das schon schön." So lange Lkw-Fahrer aber ungehindert die kürzere Strecke auf der B 104 zwischen Polen und den Häfen in Lübeck oder Hamburg nutzen können, ist Reininghaus sicher, dass der übermäßige Verkehr nur mit einer Maut für Bundesstraßen auf die Autobahn zurück gedrängt werden kann.

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