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Lokales

18. November 2017 | 18:44 Uhr

Rehna liefert sich Schilder-Debatte

vom

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erstellt am 21.Jun.2010 | 07:41 Uhr

Rehna | "Klosterstadt oder Kloster- und Handwerkerstadt?" - über den namentlichen Auftritt von Rehna auf dem Touristen-Portal schlagen die Wogen hoch. Zumindest die Stadtvertreter und Sprecher der Vereine lagen sich auf der jüngsten Tagung in puncto der Beschriftung eines touristischen Wegweisers an der Autobahn 20 ordentlich in den Haaren.

Konkret geht es um ein Hinweisschild, welches an der Urlauber-Magistrale auf Initiative des Tourismusverbandes MV zwischen der Anschlussstelle Schönberg und Lüdersdorf sowie Grevesmühlen und Schönberg seinen Platz finden soll. Die Kosten für den plakativen Wegweiser von zwei mal drei Metern belaufen sich auf 8 000 Euro.

Matthias Maack (Alternative Wählergemeinschaft - AWG) stört sich allerdings an der Aussagekraft: "Ich denke wir sind mehr als eine Klosterstadt. Passender klingt: Kloster- und Handwerkerstadt." Sein Änderungsantrag flankierte Burkhardt Schmidt vom Klosterverein mit der Bitte, die reine Ausrichtung auf Touristen zu bedenken: "Wenn wir Handwerk ankündigen, wollen die Besucher Kunsthandwerk rund um das Klosterensemble sehen und entdecken. Das kann Rehna nicht bieten. Wir verärgern unsere Gäste." Matthias Maack verwies in der aufgeheizten Debatte auf Schmidts ursprüngliche Intention, mit Gründung des Vereins für Handwerk und Handel bewusst den Slogan Kloster- und Handwerkerstadt initiiert zu haben.

Letztlich muss nach Vorstellungen der Stadtparlamentarier ein Kompromiss her, denn weder Nonnen noch Handwerker seien am Kloster anzutreffen. Damit die Glaubensdebatte ihr Ende fand, ergriff Brunhilde Drewes das Wort. Die Ortsteilvertreterin von Löwitz, unterbrach die Endlosdebatte: "Ich bin eigentlich nicht berechtigt in die Sitzung verbal einzugreifen. Lasst uns einfach einen Beschluss fassen, solch ein Schild aufzustellen, vorbehaltlich der Klärung der Beschriftung."

So soll es sein, meinte daraufhin Bürgermeister Hans Jochen Oldenburg, nickte und forderte zur Abstimmung auf. Die Hände gingen hoch. Das Straßenbauamt Schwerin erhält somit die geforderte Stellungnahme.

Eine Entscheidung, mit der Torsten Arndt als Vorsitzender des Vereins Handel und Handwerk leben kann: "Wir haben auf Initiative von Burkhard Schmidt, Mitbegründer des Vereins, unser Logo entsprechend ausgerichtet und möchten daran festhalten." Richtig sei, dass es aktuell kein Handwerk rund ums Kloster zu sehen gibt, aber was nicht ist, kann sich noch entwickeln. Dies sollten die Rehnaer als Anspruch und Chance sehen.

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