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Lokales

24. September 2017 | 08:57 Uhr

Rehna deckelt Kloster-Debatte

vom

svz.de von
erstellt am 04.Okt.2010 | 08:08 Uhr

Rehna | Die Debatte um die Finanzierung der Kloster-und Stadtinformation scheint vorerst vom Tisch. Vertreter des Stadtparlamentes unter Leitung von Bürgermeister Hans-Jochen Oldenburg und des Klostervereins mit Eva Doßmann als Vorsitzende verständigten sich über Finanzierungsfragen zur Infostätte. Nach Auffassung der Stadt hat der aktuelle Vertrag noch bis zum Herbst 2011 seine Gültigkeit.

In der Auseinandersetzung geht es konkret um Marketingfragen und um die finanzielle Unterstützung zur Tourismusförderung und Stadtentwicklung. Derzeit beteiligt sich die Stadt mit 10 000 Euro an der gemeinsamen Aufgabe.

Erwartungsgemäß verlief die Gesprächsrunde nicht emotionslos. "Jeder hat seine Meinung gesagt und das ist auch gut so", sagt Stadtvertreter Matthias Maack. Nach SVZ-Informationen waren die Mitglieder der Stadtarbeitsgruppe nicht erfreut darüber, dass die Medien offen über die Arbeitsweise der Gremien berichteten und nicht einer Direktive des Rehnaer Hauptausschusses folgten - nur einen themenbezogenen Pressebeitrag zuzulassen, der möglichst den Gedanken der Stadtführung Rechnung trägt.

Der Vorwurf von Zensur wird laut. Im Protokoll heißt es: "Der Bürgermeister berichtet, dass durch Burkhardt Schmidt vom Klosterverein vehemente Angriffe auf die Stadt Rehna geführt werden. Dieses kann und wird seitens des Hauptausschusses nicht toleriert." Weiter heißt es, dass den Mitgliedern ein noch nicht veröffentlichter Beitrag eines freien Journalisten vorliegt. "Nach ausführlicher Diskussion und besonderem Hinweis von Heinrich Jacobs sollte versucht werden, dass der vorliegende Presseartikel nicht veröffentlicht wird. Sollte es trotzdem zur Veröffentlichung kommen, ist er inhaltlich so vorzunehmen, wie er den Hauptausschussmitgliedern vorliegt. Dazu sprechen sich die Mitglieder einstimmig aus", heißt es im Protokoll. Der Streit um die wirtschaftliche und touristische Ausrichtung der Kommune erreicht damit einen neuen Höhepunkt. Keine unwesentliche Rolle dürften die persönlichen Befindlichkeiten zwischen Burkhardt Schmidt und Hans Jochen Oldenburg spielen. Schmidt selbst gab zu bedenken, "dass die Diskrepanzen möglicherweise auf sehr unterschiedlichen Betrachtungen demokratischer Gepflogenheiten zurückzuführen sind".

Nach SVZ-Informationen plädiert Rehnas Bürgermeister nun für "regelmäßige Gesprächsrunden". Fakt ist: Stadt und Klosterverein stehen in einer wichtigen Wechselbeziehung zueinander. Ihr Erfolg hängt von der Kompromissbereitschaft aller Akteure ab.

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