Rehna: Amtsleiter zahlt jeden Cent zurück

Eindeutiges Votum auf dem AmtsausschussBohlmann
Eindeutiges Votum auf dem AmtsausschussBohlmann

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27. Februar 2010, 03:51 Uhr

Rehna | Der Amtsausschuss Rehna hat einer Entlassung von Amtsoberamtsrat Dirk Gros aus dem Beamtenverhältnis und vom Posten des Leitenden Verwaltungsbeamten zugestimmt. Damit endet zugleich das August 2009 eingeleitete Disziplinarverfahren gegen den ehemaligen Verwaltungschef.

In dem als Dienstwagenaffäre bekannt gewordenen Prozess, musste sich der Spitzenbeamte einem Ermittlungsverfahren wegen der privaten Nutzung des Dienstwagens und einer Zahlkarte des Amtes verantworten. Dem Amt Rehna entstand ein finanzieller Schaden von mehreren tausend Euro (wir berichteten).

Gros hat seine Entlassung aus dem Beamtenverhältnis auf Lebenszeit vor acht Tagen zum 28. Februar schriftlich beantragt. "Dem konnten wir stattgeben", sagt Amtsvorsteher Andreas Spiewack auf der Tagung des Amtsausschusses am Donnerstagabend. Zuvor hatten die 14 Bürgermeister des Amtes eine Schadensersatzforderung gegenüber dem entlassenen Verwaltungschef aufgemacht. Ein Sprecher des Amtes bestätigte gestern: "Die Rückzahlung ist erfolgt."

Ob mit der Dienstwagenaffäre und der andauernden Tiefenprüfung durch Kontrolleure des Landkreises weitere Unstimmigkeiten bekannt werden, ist derzeit spekulativ. Fragen nach einer Mitwisserschaft hinsichtlich der Abrechnungsmodalitäten und der Unterhaltung des Fuhrparks sind noch unbeantwortet. Gegenüber der SVZ betonte Spiewack, dass mit dem Abschluss der Tiefenprüfung sämtliche Zahlen auf dem Tisch liegen und er im Auftrage des Amtsausschusses die Öffentlichkeit über diese Ergebnisse in Kürze informieren werde.

Klar geregelt ist die Vergabe des Postens des leitenden Verwaltungsbeamten. Der Ausschuss verständigte sich am Donnerstag auf ein internes Ausschreibungsverfahren - einer von zwei Beamten des Hauses bekleidet den Posten. Als ein möglicher Kandidat gilt der bisherige Leiter des Bauamtes Hans-Martin Buschhart.Von einer internen Lösungsvariante versprechen sich die Bürgermeister Einsparungen bei den Personalkosten.

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