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Hauptausschussmitglieder haben keinen Beschluss gefasst : Regenwasser-Problem vorerst ungelöst

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Ingrid Schafranski (CDU) stellte beim Bestätigen der Tagesordnung den Antrag, keinen Beschluss zu fassen. "Ich will den Punkt nicht absetzen. Es sollte eine reine Information sein. Mehr nicht", sagte Ingrid Schafranski.

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erstellt am 12.Jul.2011 | 08:24 Uhr

Gadebusch | Die Mitglieder des Hauptausschusses mochten bei ihrer jüngsten Sitzung am Montagabend im Rathaus bezüglich des Regenwasser-Problems in der Johannes-Stelling-Straße keine Entscheidung treffen. Denn Ingrid Schafranski (CDU) stellte beim Bestätigen der Tagesordnung den Antrag, keinen Beschluss zu fassen. "Ich will den Punkt nicht absetzen. Es sollte eine reine Information sein. Mehr nicht", sagte Ingrid Schafranski, deren Antrag die Mehrheit der Hauptausschussmitglieder zustimmte.

Eine Stunde zuvor hatten die Mitglieder des Gadebuscher Bauausschusses bei ihrer Sitzung ebenfalls über dieses Thema gesprochen. Sie hatten sich aber dafür ausgesprochen, dass der Regenwasserkanal im Bereich der Kreuzung Jarmstorfer Straße/Johannes-Stelling-Straße/Wakenstädter Weg erneuert werden muss. "Die Notwendigkeit besteht. Es muss etwas gemacht werden", sagte Rainer Baack, Bauausschussvorsitzender. Allerdings gab er an, dass in den kommenden Jahren an der Kreuzung ein überfahrbarer Kreisel geplant sei. Deshalb solle dieses Vorhaben und der Bau des Kreisverkehrs zusammen erfolgen, um Kosten zu sparen. Die Entscheidung des Bauausschusses nahmen die Hauptausschussmitglieder zur Kenntnis. Dennoch sind sie der Ansicht, dass diese Sache nicht "übers Knie gebrochen werden sollte", gab Carmen Heitmann zu bedenken. Denn die Kosten belaufen sich auf zirka 200 000 Euro. Sie sollen im Nachtragshaushalt berücksichtigt werden, die Deckung der Kosten erfolge durch die Entnahme aus der Rücklage - so steht es in der Beschlussvorlage für die Stadtvertretung, die am Montag, 18. Juli, im Rathaus zusammenkommt. "So ein großer Griff in die Rücklage ist nicht gut", sagte Schafranski. Wie sich die Stadtvertreter in der kommenden Woche diesbezüglich entscheiden, ist noch nicht raus. In der Begründung der Beschlussvorlage steht, dass "die Maßnahme nicht mehr weiter aufgeschoben werden sollte". Denn die Anwohner dürfen nach einer ordnungsgemäßen Regenentwässerung verlangen, schließlich bezahlen sie Geld dafür. Wenn allerdings die Erneuerung über den Nachtragshaushalt läuft, über den die Stadtvertreter erst im September entscheiden, wird es in diesem Jahr nichts mehr mit der Sanierung. Dann wollen wohl wirklich einige Gadebuscher nicht mehr in den Urlaub fahren, weil sie Angst haben, dass ihr Haus oder Keller voll Wasser läuft, während sie nicht da sind. Das waren zumindest die Befürchtungen einiger Anwohner, nach dem Unwetter Anfang Juni.

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