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Reagiert: Dieb eines Rollstuhls soll Sozialstunden leisten

vom

svz.de von
erstellt am 19.Okt.2010 | 08:27 Uhr

Bützow | Der Diebstahl eines Rollstuhls vor der Diakonie-Sozialstation in Bützow (wir berichteten) in der vergangenen Woche ist für Hertha Hünemörder unglaublich.

"Das ist eine Schweinerei", schimpft die Bützowerin. Mit ihrer Meinung stehe sie nicht allein, sagt die rüstige Seniorin. Auch in ihrer Nachbarschaft sei das ein Gesprächsthema. Viele Anwohner seien erbost über diese unverfrorene Tat. So etwas müsse doch bestraft werden, sagt Hünemörder gestern am SVZ-Telefon. "Sollte es sich nur um einen so genannten dummen Jungenstreich handeln, dann wäre ich dafür, dass die Person vier Wochen lang in einer Sozialstation arbeitet. So lerne er vielleicht zu begreifen, was es für Menschen bedeutet, auf einen Rollstuhl angewiesen zu sein", sagt Hertha Hünemörder.

Am vergangenen Freitag war einer 93-jährigen Frau der Rollstuhl entwendet worden. Eine Betreuerin hatte sie ins Gebäude gebracht. In diesen wenigen Minuten wurde das Hilfsmittel entwendet. "Wenn solch ein Gefährt vor einem Gebäude steht, dann weiß man doch, dass die jeweilige Person darauf angewiesen ist", sagt Hünemörder. Zudem hätte die gehbehinderte Dame den Rollstuhl erst 14 Tage vor dem Diebstahl bekommen, hat sie erfahren.

Einen Tag nach dem Diebstahl wurde der Rollstuhl in der Nähe einer Gartenanlage entdeckt. Die Polizei hatte Hinweise bekommen, nachdem SVZ von dem dreisten Diebstahl berichtete.

Wer den Rollstuhl entwendet hat, ist bisher unklar. Bei der Polizei laufen derzeit noch die Ermittlungen zu diesem Fall.

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