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Lokales

20. Oktober 2017 | 09:24 Uhr

Rasante Kunstwerke

vom

svz.de von
erstellt am 03.Sep.2010 | 06:23 Uhr

Plau am See | Der große Totenkopf am Bug des schnittigen Wasserskibootes und die bunten Farben, die den Rumpf zieren, ziehen den Blick der Spaziergänger sofort auf sich: Dieses Boot ist ein Unikat - designt hat es Marcus Kloth. Aus dem ursprünglichen Massenprodukt fertigt der Plauer mittels bunt bedruckter, zehn Meter langer Folien etwas Einzigartiges - noch ist "Klotheboote" ein Geheimtipp.

"Dieses Boot habe ich im März in Österreich gekauft, eigentlich war es mal weinrot", sagt der 29-Jährige. Auch den Tower mit den Lautsprechern und Halterungen für die Wakeboards, gibt es nicht ab Werk. Fünf Monate hat Marcus Kloth an dem Design für das Boot gearbeitet, jetzt ist es fertig und trägt den Wakeboarder über den Plauer See.

"Ich suche mir ein Boot und gestalte es - dabei gucke ich mir erst seine Formen und Farben an und designe es dann so, das alles harmoniert", erklärt Kloth. "Das Wasserskiboot ist sportlich, aber auch für Ausflüge geeignet, Frauen sollen es toll finden, aber auch die Kerle, natürlich", sagt der 29-Jährige lachend. "Ich sammle also erstmal Ideen und Gedanken, die bringe ich zu Papier. Davon suche ich mir die besten Stücke aus, und füge sie zusammen." Bei der Ausführung seiner Pläne arbeitet Kloth mit einem Grafiker und einer Werbeagentur aus Berlin zusammen.

Das Prinzip der Folierung von Booten sei noch nicht so bekannt, erzählt Marcus Kloth, doch es stelle eine gute Alternative zur Standard-Lackierung dar. Die Folien schützen das Boot vor UV-Strahlung, der Rumpf sei also versiegelt und die Folie schütze vor Kratzern. Lack müsse man bei Schäden auspolieren, bei den Folien schneidet man das beschädigte Stück einfach heraus und beklebt es neu. "Ich bin durch Zufall darauf gekommen, als ich erfahren habe, dass man Autos beklebt und dachte mir, wieso eigentlich nicht auch Boote."

Bisher hat Marcus Kloth fünf Boote designt. "Vorerst ist es noch ein Hobby für mich, aber vielleicht wird ja mal ein Beruf daraus. Im Moment ist das aber noch eine Frage des Platzes und der Finanzierung", resümiert er. Demnächst soll sein Kunstwerk im Internet versteigert werden, "Damit ich mich einem neuen Projekt widmen kann", sagt Marcus Kloth, "Ich habe auch schon ein Auge auf etwas geworfen, aber das bleibt noch geheim", fügt er lachend hinzu.

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