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Neue Sonderausstellung in der Gadebuscher Museumsanlage eröffnet : Raritäten und DDR-Design

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Womit der Großvater die Felder beackerte, womit Jugendliche zur Disco fuhren und welches Küchengeschirr es zu DDR-Zeiten gab - das konnten am Wochenende Besucher in Gadebusch erfahren.

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erstellt am 13.Jun.2011 | 07:12 Uhr

Gadebusch | Womit der Großvater die Felder beackerte, womit Jugendliche zur Disco fuhren und welches Küchengeschirr es zu DDR-Zeiten gab - das konnten am Wochenende Besucher in Gadebusch erfahren. Denn in der Museumsanlage wurde die Sonderausstellung "DDR-Design" eröffnet, zudem gab es eine Oldtimerschau.

Nach Angaben der Gadebuscher Museumsleiterin Kornelia Neuhaus-Kühne werden noch bis 30. Oktober hunderte Ausstellungsstücke zu sehen sein. Sie reichen von A wie ATA bis Z wie Zahnputzbecher und sind zum größten Teil Leihgaben von Menschen aus Gadebusch und umliegenden Gemeinden. "Eine Nostalgie-Schau soll diese Ausstellung zwar nicht sein. Wir können Kindern und Enkelkindern aber zeigen, welches Spielzeug oder welche Küchengegenstände es damals für uns gab", sagte Kornelia Neuhaus-Kühne. Ausstellungsbesucher konnten während des Rundgangs so manche Wiederentdeckung machen. Als ein Gast Schulhefte, Tuschkasten und Ranzen sah, meinte er: "Wo sind bloß die Jahre geblieben?"

Nicht weniger interessant war das, was vor der Museumsanlage zu sehen war. Oldtimerfans präsentierten dort 45 historische Fahrzeuge, unter anderem einen Lanz Bulldog aus dem Jahr 1940. Er ist in der dritten Generation im Familienbesitz und wurde 1954 durch den Rosenwoer Landwirt Ernst Wiesenthal von der MTS "Puschkin" in Roggendorf gekauft.

Eine weitere Rarität war ein Troll-1-Gespann, 1970 von Klaus Abraham entwickelt. Es sollte einst in Serie gebaut werden, damit auch Menschen mit Gehbehinderung Motorroller fahren konnten. Aus Kostengründen kam es im Berliner Rollerwerk nie zur Serienproduktion. "Dieses Troll-1-Gespann ist also das einzige dieser Art auf der Welt", sagte Jörg Abraham am Wochenende in Gadebusch.

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