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Lokales

23. November 2017 | 10:30 Uhr

Randale im Gericht: Sechs Festnahmen

vom

svz.de von
erstellt am 01.Jun.2010 | 08:32 Uhr

Rostock | Chaos im Gerichtssaal: Die Rostocker Polizei hat gestern sechs Störenfriede im Rostocker Amtsgericht festgenommen. Bei einem Prozess, der gegen drei Besetzer eines Genfeldes eröffnet worden war, störten 30 Aktivisten die Verhandlung. Daraufhin hat der Richter die Sitzung unterbrochen und den Saal räumen lassen.

Als 30 Beamte der Rostocker Hundedienststaffel und Polizeiinspektion gestern Mittag im Amtsgericht in der Zochstraße der Kröpeliner-Tor-Vorstadt anrücken, ist die Randale in vollem Gange. Gentechnik-Gegner stören die laufende Verhandlung. Einige von ihnen beschimpfen den Richter. Der sieht keinen anderen Ausweg, als den Saal räumen zu lassen. Die Polizeibeamten erteilen Platzverweise und nehmen die Personalien von 30 Störenfrieden auf. "Sechs von ihnen befinden sich nun im Zentralgewahrsam", sagt Volker Werner, Sprecher der Polizeidirektion Rostock. Verletzt wurde niemand.

Bei dem für gestern anberaumten Prozess werden drei Aktivisten des Hausfriedensbruchs beschuldigt. Unter dem Motto "Für eine gentechnikfreie Landwirtschaft" hatten insgesamt 20 Gentechnik-Gegner am 3. April ein Feld bei Groß Lüsewitz besetzt. "Sie errichteten einen zwölf Meter hohen Holzturm auf dem Feld, auf dem genmanipulierte Pflanzen gezüchtet werden", sagt Werner. Mehrere Besetzer ketteten sich an Betonfässer und errichteten ein Zeltlager, während andere auf dem Turm saßen. Nachdem Polizisten eine Frau per Hubwagen von der selbstgebauten Erhöhung heruntergeholt hatten, stiegen die übrigen Demonstranten freiwillig hinab. Gegen alle Demonstranten liegen Strafanträge vor. Gestern sollte den ersten drei Aktivisten der Prozess gemacht werden. Wann dieser fortgesetzt wird, ist unklar.

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