zur Navigation springen

Projektgesellschaft wappnet sich für harte Förderzeiten

vom

svz.de von
erstellt am 03.Okt.2010 | 06:17 Uhr

grabow | Die Förderung des zweiten Arbeitsmarktes wird merklich weniger. Der das sagt, weiß, wovon er spricht. Jürgen Brix ist Geschäftsführer der Gemeinnützigen Ludwigsluster Projektgesellschaft (GLP). Sie versteht sich als regionaler Dienstleister und Partner mit dem Ziel der Umsetzung arbeitsmarktpolitischer und strukturentwickelnder Projekte. Weil es abzusehen ist, dass der Fördergeldfluss dünner wird, hat die GLP ihre Projektstruktur durchgeforstet und Einsparpotenziale festgemacht. Der Bereich Neustadt-Glewe/Grabow wird im Ergebnis in der bunten Stadt an der Elde konzentriert. In der Marnitzer Straße ist noch Platz für weitere Angebote.

Die Keramikwerkstatt ist komplett von Neustadt-Glewe nach Grabow umgezogen. Hier finden die Frauen wesentlich bessere Arbeitsbedingungen dafür vor. Die Schauwerkstatt gibt es jedoch noch in der Lewitzstadt. Die Mitarbeiterinnen dort konzentrieren sich aber vor allem auf den Bereich der Textilien. Die Schauwerkstatt am Grabower Steindamm ist bereits geschlossen. Sie lag einfach zu weit ab "vom Schuss" und wurde für Kunden nur dann interessant, wenn sie in der Karnevalszeit im Kostümfundus stöberten. Stattdessen ist die GLP näher ins Grabower Stadtzentrum gerückt, hat ein Geschäft in der Marktstraße 3 eröffnet. Vorne im Verkaufsraum stehen einladend die interessanten Produkte aus den Werkstätten der GLP, dahinter befindet sich die Werkstatt, in der die Frauen gerade stricken.

Sie haben den positiven Effekt des Umzugs bereits gespürt. Es kommen wesentlich mehr Leute als an alter Stelle am Steindamm. "Wir hatten das Gebäude dort damals von Dr. Prosch angemietet, dem wir sehr dankbar für die Unterstützung sind", sagt Jürgen Brix. "Auch die Stadt Grabow hat uns sehr geholfen." Vieles konzentriert sich nun also in der Marnitzer Straße unter der Anleitung der beiden Projektleiter Annelie Kropf und Eckehard Schulz. Hier gibt es nunmehr den Kostümfundus und die textile Strecke mit Spinnen, Weben, Stricken, Sticken und anderen Fertigkeiten. In der Keramikwerkstatt sind die Frauen dabei, ihre kreative Ader auszuleben. Zu Hause haben sie oftmals keine Zeit dafür. Die Dinge, die unter ihren Händen entstehen, sprechen eine eigene Sprache. Ein Schneemann wird geformt, in den man eine Kerze wird stellen können, denn der nächste Winter kommt bestimmt. In der Ecke steht ein bereits fertiges Stück, das Vögel an der Tränke darstellt. Und die kleinen Geier als Windspiel sind ebenfalls eine Augenweide.

In der Marnitzer Straße gibt es schon längere Zeit den Bereich Holzbau. Zukünftig sollen an diesem Standort auch Mitmach-Angebote für Schulen und Kindergärten installiert werden. Die Schauwerkstatt wird beibehalten. "Insgesamt haben die Umstrukturierungsmaßnahmen schon positive Effekte gebracht", ist sich Jürgen Brix sicher.

Darüber hinaus generiert die GLP Maßnahmeprojekte für die Arge-Geschäftsstelle Ludwigslust. So wird es ab November 61 Arbeitsgelegenheiten vorwiegend im kommunalen Bereich geben. "Wir haben eine sehr gute Zusammenarbeit mit der Arge", sagt GLP-Geschäftsführer Jürgen Brix. "Wir wollen möglichst viele Menschen am allgemeinen Arbeitsmarkt halten. Dazu haben wir neue Strukturen geschaffen, die zukünftig für die veränderten Förderbedingungen tauglich sind", resümiert der Geschäftsführer.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen