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Lokales

16. Dezember 2017 | 02:41 Uhr

Projekt stoppt Lübzer Jugendflucht

vom

svz.de von
erstellt am 25.Mai.2010 | 07:07 Uhr

lübz | Von wegen Ichbezogene Jugend: Ein Drittel der 4352 Schüler im Landkreis Parchim engagiert sich in der Freizeit ehrenamtlich. Diese Erkenntnis ist eines der Zwischenergebnisse eines bemerkenswerten Projekts, das die Jugendflucht stoppen und jungen Menschen mehr und zukunftsfähigere Kompetenzen vermitteln will. Am Sonnabend sammelt eine Zukunftswerkstatt in Parchim Ideen über das künftige Leben in ihrem Landkreis - übrigens generationenübergreifend.

Ohne englische Worte geht es nicht ganz: "Culture Interactive" heißt der Verein, der mit Unterstützung der Bundeszentrale für politische Bildung derzeit in Schulen und Jugendclubs im Landkreis Parchim unterwegs ist. Er wurde 2005 gegründet, um zeitgemäße Konzepte der interkulturellen und politischen Jugendarbeit zu entwickeln und umzusetzen. Ziel ist es, die Mädchen und Jungen zu motivieren, sich einzumischen - wie eben bei der Zukunftswerkstatt in Parchim. Seit einem Jahr arbeitet die Camino Werkstatt innerhalb dieses Projekts daran, die Integrationsmöglichkeiten benachteiligter Jugendlicher und deren Berufsorientierung zu verbessern. "Ein Schwerpunkt des Projektes besteht darin, die Konzepte der Jugendarbeit und der Schulsozialarbeit an die veränderten Lebenswelten Jugendlicher anzupassen und dabei stärker Bleibeperspektiven und Möglichkeiten der Berufsorientierung in der Region zu berücksichtigen", erklärt Britta Gnadke vom Jugendamt des Landkreises.

Bisher wurden Schüler zu ihren Freizeitmöglichkeiten, Netzwerken und Mobilitätsmöglichkeiten befragt. Neben dem hohen ehrenamtlichen Engagement überrascht ein weiteres Zwischenergebnis. Britta Gnadke: "Die meisten der Befragten wohnen gern im Landkreis Parchim." Eine erste Zukunftswerkstatt in Parchim brachte konkrete Ergebnisse: Jugendliche vom Friedrich-Franz-Gymnasium wollen sich für ein Künstlerforum einsetzen und im Sommer eine Veranstaltungsreihe organisieren. Die Ergebnisse dieser Werkstätten werden Jugendarbeitern vorgestellt, fließen also in die Praxis ein.

Und es geht weiter: Wer bleiben will, möchte auch Arbeit im Landkreis Parchim finden. Deshalb wird es konkrete Projekte zur Berufsorientierung geben. Den Anfang machen Berufsscouts, die Jugendliche auf ihrer Suche begleiten.

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