zur Navigation springen
Lokales

25. September 2017 | 11:58 Uhr

Probelauf gegen Rapsgeruch

vom

svz.de von
erstellt am 04.Okt.2010 | 07:05 Uhr

Sternberg | Beim Sternberger Biodieselhersteller EcoMotion steht der Probelauf der nagelneuen Biobeet-Filteranlage unmittelbar bevor. Am kommenden Montag ist es soweit. "Wir sind mit den Bauarbeiten sehr gut vorangekommen und die beteiligten Firmen haben eine gute Arbeit abgeliefert", freut sich ExoMotion Geschäftsführer Axel Becker. Nun soll der Probelauf beginnen und die Ende Juni begonnene Investition zeigen, ob sich mit ihr die Geruchsbelästigung für die Sternberger deutlich reduzieren lässt, wie die Anlagenproduzenten versichern.

Bakterien müssen sich erst noch entwickeln

Die große Anlage selbst wurde von der Störk-Umwelttechnik aus Emmingen errichtet und hat einen Umfang von 21 mal 11 Metern sowie eine Höhe von drei Metern. In Schichten wurden in ihr auf einem Rost insgesamt 650 Kubikmeter Kiefer- und Fichtenmulch aufgeschichtet. In diesem Gemisch sammeln sich Bakterien.

Unter diesem Rost befindet sich ein Hohlraum, in den stündlich rund 30 000 Kubikmeter Abluft der Biodieselanlage geblasen wird. Die Bakterien sorgen dafür, dass sich die Geruchsmoleküle in den Abgasen aufgespalten und am Ende zerfallen. Künftig sollen damit rund 90 Prozent der Geruchsstoffe, die beim Abkühlen des erhitzten Rapses anfallen, abgebaut werden.

"Wir erwarten am ersten Tag keine Wunder. Schließlich ist das ein chemischer Prozess. Und die dafür notwendigen Baktierien, die sich von den Nährstoffen in der Abluft ernähren, müssen sich ja erst entwickeln. Bis zur vollen Funktionstüchtigkeit vergehen schon noch einige Wochen", meint Axel Becker. Zum Bau der Biobeet-Anlage mussten auch etliche Meter Rohrleitungen verlegt und eine Abluftbrücke gebaut werden. Mit diesen Arbeiten war die HP Bau GmbH in Parchim beauftragt, an die sich ebenfalls der Lob des Geschäftsführers hinsichtlich der gezeigten Termintreue der Arbeit richtet.

Geschäftsführer Axel Becker machte auch darauf aufmerksam, dass EcoMotion hier über eine halbe Million Euro investierte und dies bei anhaltend schwieriger Absatzlage für Biodiesel. Durch die Besteuerungspolitik des Bundes sei nach wie vor der Absatz an Biodiesel für die komplette Lkw-Flotte weggebrochen, weil sich der Einsatz von Biodiesel für sie nicht mehr rechnet. Auch EcoMotion Sternberg hat für das IV. Quartal erst rund 80 Prozent des Absatzes gesichert. Kurzarbeit stehe jedoch für 2010 nicht auf der Agenda, versichert Becker.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen