Prignitzer Juwelen strahlen wieder

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26. November 2010, 08:12 Uhr

Perleberg | Die Preisträger des Wettbewerbs "Beispielhaft saniert" des Städtenetzes Prignitz sowie der Sparkassen Prignitz und Ostprignitz-Ruppin für 2010 stehen fest. Elf Beiträge, darunter einer in der Kategorie Detaillösung, wurden eingereicht. Sie kommen aus den Städten Lenzen, Wittenberge, Wittstock und Perleberg und stehen "für Mut zur Sanierung und für interessante Lösungen, die sich städtebaulich gekonnt einfügen", betont Cathrin Paatsch, Vorsitzende der Jury und Projektleiterin bei der Big-Städtebau. Die Sieger des nun mehr 12. Wettbewerbes wurden gestern Nachmittag prämiert. 2500 Euro stellten die Sparkassen dafür zur Verfügung.

Als überaus gelungen wertete die Jury die Detaillösung für die Sanierung der Südfassade des Oktaeders auf dem Gelände der ehemaligen Ölmühle in Wittenberge. Das Ziegelmauerwerk wurde instandgesetzt, eine neue Regenschutzanlage geschaffen, das Schmuckband um das Oktaeder ergänzt und wieder in alter Schönheit hergestellt.

Auf Platz eins im Ranking der Komplettsanierungen rangiert das Wohnhaus Kirchplatz 9 in Perleberg. "Städtebaulich stellt es eine wichtige Zeilenbebauung dar und ist ein Einzeldenkmal", so die Juryvorsitzende. Und diesem Anspruch werde es nun wieder in vollem Maße gerecht. Durch gekonnte Einbeziehung des Seitenflügels und Einbau eines Fahrstuhls entstanden hier zudem sieben alten- und behindertengerechte Wohnungen, "insgesamt ein überaus gelungenes Beispiel der Städtebausanierung", betont Paatsch.

Auf Platz zwei setzte die Jury das Ensemble Flutstraße 1/Berliner Straße 16/16a in Lenzen. Es steht im Eingangsbereich der historischen Altstadtkerns. Als dramatisch bezeichnet Cathrin Paatsch den Gebäudezustand vor der Sanierung. Ein Lesecafé und Wohnungen entstanden jetzt in diesem Gebäudekomplex, der mit großer Sorgfalt und zugleich unter modernen Gesichtspunkten saniert und gestaltet wurde. Honoriert werde hier vor allem das Engagement um den Erhalt historischer Bausubstanz und der Mut zur Sanierung derart desolater Gebäude, unterstreicht Paatsch.

Das Wohn- und Gewerbehaus in der Wittenberger Johannes-Runge-Straße 18 wurde Dritter im Reigen der Preisträger. Elf Wohnungen und im Erdgeschoss Gewerberäume wurden hier modernisiert, nach ökologischen Gesichtspunkten gedämmt und werden über eine Wärmepumpe beheizt. Dieses denkmalgeschützte Eckgebäude stand jahrelang leer, liebevoll wurde nun der Turm rekonstruiert und zahlreiche Details, die jetzt wieder ein Blickfang sind.

Einen Sonderpreis, ausgelobt vom Städtenetz Prignitz, gab es für das Wittstocker Anwesen Kirchplatz 4. Vorwiegend in Eigenleistung saniert die Inhaberin die Feldermalereien mit Amoretten, Kassettendeckenmalerein mit Eckrosetten und historischen Ornamenten auf der Holzdielung.

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