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Sperrzeit so kurz wie möglich : Zweiter Anlauf für Hagenbrücke

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Eine erneute Ausschreibung für die Querung an der Pferdeschwemme ist notwendig, da nur ein Angebot vorlag. Der Baubeginn ist im Frühsommer geplant.

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erstellt am 18.Jan.2017 | 05:00 Uhr

Eigentlich sollte schon Ende vergangenen Jahres Baubeginn für die Brücke an der Pferdeschwemme sein, der „Prignitzer“ berichtete. Doch die Ausschreibung brachte nur ein Angebot, und das war aus Sicht der Stadt unwirtschaftlich, so auf Nachfrage Bauamtsleiter Hagen Boddin.

So werde es Ende Februar, spätestens Anfang März erneut eine Ausschreibung geben. Mit Baubeginn werde dann im Frühsommer gerechnet.

Anders als bei der kleinen Hagenbrücke, werde mit dem Rückbau der alten Querung an der Pferdeschwemme erst begonnen, wenn der Liefertermin der neuen absehbar sei. Ziel sei, von vornherein die Sperrzeit so kurz wie möglich zu halten, betont der Bauamtsleiter, der das Hickhack um die kleine Hagenbrücke dabei sicher noch vor Augen hat.

Zuständig ist das Ingenieurbüro Pöyry. Jenes hat auf dieser Strecke durchaus Erfahrung, sorgte es doch auch für den anderen brückenmäßigen Ersatz im Hagen. Und ein solcher ist auch an der Pferdeschwemme dringend erforderlich, wie die Brückenprüfung 2015 bewies: Zustandsnote 3,5, sprich ungenügend.

Im Jahre 1993 wurde die Holzbrücke auf den alten Fundamenten errichtet. Doch schon nach zehn Jahren deutete sich an, dass diese Querung über die Stepenitz für Fußgänger und Radfahrer alles andere als für die Ewigkeit gefertigt wurde. Dabei ist sie aber überaus wichtig „für die Erschließung von Hagen und Innenstadt“, so auch das Urteil des Ingenieurbüros. Nicht zuletzt führen die Gänsetour und die Tour Brandenburg über jene.

Doch die Schäden an der Brücke seien inzwischen so enorm, dass Verkehrs- und Standsicherheit in Frage gestellt sind. Kurzum: Die Dauerhaftigkeit des Bauwerks ist nicht mehr gegeben, sagen die Fachleute.

Ein Ersatzbau soll es nun richten. Als Überbau soll eine vorgefertigte Aluminium-Fachwerktrog-Brücke dienen – analog in der Ausführung und Farbgebung der am Wallgebäude. Da diese weitaus leichter ist als die derzeitige an der Pferdeschwemme, könne man jene auch auf den vorhandenen Widerlagern, die zuvor instandgesetzt und angepasst werden, errichten, erläuterte Daniel Piske von der Schweriner Außenstelle des Ingenieurbüros damals im Bauausschuss.

Weitere positive Effekte: Die Neigungen der Anrampungen werden um einiges geringer ausfallen, derzeit sind es 18 bzw. 9 Prozent, die dann auf 2,5 Prozent reduziert werden, es somit nicht mehr so steil von der Brücke runter geht. Umverlegt werden muss zuvor allerdings eine Gasleitung, doch dafür sei ausreichend Platz auch unterhalb der Brücke. Übrigens, auch der Abstand zwischen Wasser und Brücke werde größer. Zwei Meter Nutzungsbreite wie gehabt und 13,30 Meter lang, Stützweite wie der Fachmann sagt, so die Maße der neuen Querung. Mit zirka 90    000 Euro werden die Baukosten veranschlagt.  

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