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Bürgermeisterwahl in Gross Pankow : Zweiter Anlauf am 17. April

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Bei der Bürgermeisterwahl in der Gemeinde Groß Pankow erhielt kein Kandidat die notwendigen 50 Prozent der Wählerstimmen

von
erstellt am 03.Apr.2016 | 22:00 Uhr

Ziemlich sicher waren sich die vier Bürgermeisterkandidaten und auch Wahlleiterin Sabine Blunk, dass es bei dieser Konstellation wohl eines zweiten Urnenganges bedürfe, um das neue Gemeindeoberhaupt für Groß Pankow (Prignitz) zu wählen. Die Vermutung wurde gestern gegen 19 Uhr Realität. Amtsinhaber Thomas Brandt schaffte 42,2 Prozent und tritt nun am 17. April gegen den Bewerber mit den zweitmeisten Stimmen – Marco Radloff – in der Stichwahl ein zweites Mal an.

Thomas Brandt freut sich über den großen Zuspruch der Bürger – von knapp 2000 Wählern, die sich beteiligten, erhielt er gut 800 Stimmen. „Ich bin zufrieden, hatte zwar die Hoffnung, es gleich im ersten Wahlgang zu schaffen, aber bei drei Gegenkandidaten war das nicht realistisch“, so der Kuhsdorfer gegenüber dem „Prignitzer“. Der Wahlkampf gehe weiter, bekräftigte Thomas Brandt.

Das sei bei ihm nicht anders, so Marco Radloff in einem Statement. „Ich sehe mein Ergebnis sehr positiv. Erstes Ziel war ja das Erreichen der Stichwahl, und das ist geschafft“, sagte der Groß Pankower in einem Telefoninterview. Seine eigenen Resultate seien in den einzelnen Stimmbezirken sehr unterschiedlich. Dort, wo er eher schwach abgeschnitten habe, sehe er einen starken Nachholbedarf an Informationen, so Radloff. Darauf wolle er den Fokus in den kommenden zwei Wochen legen. Eine kraft- und zeitaufwändige Angelegenheit, wie er einräumt, „aber, das sind es mir die Bürger auch wert.“ Radloff konnte 551 der abgegebenen Stimmen auf sich vereinigen.

Ein wenig enttäuscht ist Annett Röhl, Kandidatin der Linken, über ihr Abschneiden. „Ich hatte gehofft, dass ich nicht an letzter Stelle lande“, sagte sie gestern in einem Gespräch mit unserer Redaktion. Andererseits freue sie sich, dass sie mit ihrem Programm auch Bürger überzeugen konnte, die ihr letztendlich ihre Stimme gaben. 259 setzten ihr Kreuzchen neben ihrem Namen. „Letztendlich ist es ein demokratisches Prozedere, die Mehrheit entscheidet“, konstatiert die Dannhoferin für sich. Es blieben tolle Erfahrungen und auch Erinnerungen an den Wahlkampf und ebenso daran, dass Familie und Freunde sie super unterstützt hätten, sagt Annett Röhl. Speziell für ihre ehrenamtliche Arbeit als Gemeindevertreterin hätten die vielen Begegnungen mit Einwohnern in dieser Zeit eine Menge gebracht. Immer wieder, so Annett Röhl, sei der Wunsch nach mehr Bürgernähe und stärkerer Transparenz in Entscheidungen der Verwaltung und der Abgeordneten geäußert worden. „Das werde ich nun natürlich im Gemeindeparlament besonders im Blick haben“, schaut sie voraus.

SPD-Kandidat Georg Abel konnten wir gestern Abend aus kommunikationstechnischen Gründen leider nicht mehr vor Redaktionsschluss befragen. Auf den jungen Pritzwalker entfielen 298 der abgegebenen 1922 gültigen Stimmen.

Nachdem heute um 14 Uhr im Groß Pankower Rathaus der Wahlausschuss in öffentlicher Sitzung das endgültige Ergebnis bekannt gibt, geht es sogleich an die Vorbereitungen für die Stichwahl am Sonntag, dem 17. April. Alle Wahllokale sind dann wieder von 8 bis 18 Uhr geöffnet, die ehrenamtlichen Wahlvorstände müssen erneut den Urnengang begleiten. Die Bürger haben dann nur noch zwischen zwei Kandidaten zu entscheiden. Eine gesonderte Wahlbenachrichtigung gebe es nun nicht mehr. Wer die Briefwahl in Anspruch nehmen möchte und das vor dem ersten Wahltermin noch nicht beantragt habe, könne diese Möglichkeit natürlich jetzt trotzdem nutzen, so Wahlleiterin Sabine Blunk.

 

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