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Der Prignitzer

20. November 2017 | 14:56 Uhr

Zweite Plakette und ein Benefizkonzert

vom

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erstellt am 06.Feb.2013 | 10:19 Uhr

Perleberg | "Wir möchten nicht, dass kommende Generationen nur noch das Läuten eines Handys und nicht mehr das der Kirchenglocken von St. Jacobi kennen." Mit diesen Worten übergeben Jurita und Jens Nering einen symbolischen Scheck an Herbert Dreifke, Vorsitzender des Fördervereins Kirchturmspitze. "Die 300 Euro sind bereits aufs Spendenkonto überwiesen", fügt Jurita Nering schmunzelnd an.

Konkret 269,80 Euro befanden sich im Sparschwein, das die Nerings zu ihrer Ausstellung von Miniaturhäusern aufgestellt hatten. "Der Eintritt war frei. Wer wollte, der konnte aber zugunsten des Kirchturmprojektes was hinein stecken", berichtet die junge Friseurmeisterin. Schätzungsweise an die 400 Besucher kamen zu der etwas anderen Haus- und Schlossbesichtigung in den Friseursalon. Und etliche fütterten das Sparschwein. Die Nerings machten eine runde Summe draus.

Und sie haben noch mehr vor, richtiger gesagt Jens. Der Förderverein sprach ihn an, einen Film über das Gotteshaus, über seine Schätze und Bedeutung zu drehen. "Dazu gehört aber eben auch zu zeigen, was in den Jahrhunderten Schaden genommen hat, dringend saniert, restauriert oder erneuert werden muss", so der Perleberger Amateurfilmer. "Getränke und Handel im Wandel der Zeit", diesen Streifen über ein Stück Geschichte der Rolandstadt war faktisch sein Erstlingswerk. Mit dem Film über St. Jacobi will er nun einen imposanten Teil der Perleberger Kirchengeschichte in Szene setzen. Der Erlös aus dem Verkauf, abzüglich der Produktionskosten, fließt in das großes Projekt des Fördervereins: Eine neue Turmspitze für die Perleberger Kirche!

Vor drei Jahren wurde der Förderverein "Kirchturmspitze St. Jacobi" gegründet, um die Finanzierung eines neuen Turmaufbaus samt Glocken und Spitze anzuschieben. Mittlerweile sind 12 000 Euro dafür bereits auf dem Konto des Vereins, darunter Spenden, Einnahmen aus dem Oster- und Weihnachtsbasar aber auch aus dem Verkauf der Nachbildung von St. Jacobi als Spardose. Nicht zu kaufen gibt es die Ehrenplaketten. "Spendern, die uns mit einem dreistelligen Betrag unterstützen, und auch engagierten Helfern wollen wir mit der Plakette danken", so Dreifke. Die erste wurde mit Unterstützung der Sparkasse im vergangenen Jahr herausgegeben, die zweite soll jetzt geprägt werden und den Stich von Merian um 1650 zeigen. "Auch dafür suchen wir noch Sponsoren", betont Herbert Dreifke und verbindet damit natürlich die Hoffnung, auf offene Ohren zu stoßen.

Insgesamt sechs Ehrenplaketten will der Förderverein prägen lassen, jedes Jahr eine. Und für den großen Stadtgeburtstag 2014 soll im engen Miteinander mit dem Westprignitzer Briefmarkensammlerverein zudem ein Kalender mit Perleberger Notgeld aus den 1920er Jahren erscheinen. In diesem Jahr , konkret am 14. September um 19 Uhr erklingt im Rahmen der Aktion "Musikschulen öffnen Kirchen" ein Benefizkonzert in St. Jacobi. Die Kreismusikschule Prignitz, die ihren 60. Geburtstag begeht, wird hier zugunsten des Kirchturmprojektes für einen wahren Kunstgenuss sorgen, verspricht Herbert Dreifke.

Auch in Sachen Fördermittel will der Verein jetzt auf Tempo drücken. Voraussetzung aber sei, eine Ermittlung der Kosten, fügt Dreifke an. Eine solche wolle man vereinsintern erstellen.

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