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Der Prignitzer

22. Oktober 2017 | 19:46 Uhr

Zweimal Conni und jede Menge Hunde

vom

svz.de von
erstellt am 07.Dez.2012 | 10:17 Uhr

Gross Lüben / Havelberg | Die Hundepension von Grothes in Groß Lüben gibt es schon seit 1996. Über die Jahre hinweg nahm der Anteil der Vierbeiner, die nicht einfach in ihr altes Zuhause zurückgehen können, sondern neuen Familienanschluss suchen, enorm zu. "Daher haben wir vor einem Jahr den Verein SOS Hundehilfe Prignitz gegründet", skizziert Vorstandsvorsitzende Cornelia Grothe die Geschichte des noch sehr jungen Zusammenschlusses engagierter Tierfreunde. Rund 20 Mitglieder zählt er momentan. Fünf Aktive und weitere Helfer sorgen dafür, dass es den Hunden hier so gut geht, wie es in einer Auffangstation eben möglich ist. Und auch dafür, dass die Tiere in gute Hände vermittelt werden - was dem Verein glücklicherweise sehr häufig gelingt.

Allerdings, so Cornelia Grothe, fehle es vor allem jetzt im Winter an Innen- und an Zwingerplätzen. "Geldzuwendungen sind super. Aber genauso gern nehmen wir Sachspenden, holen sie bei Bedarf auch ab." Und sie zählt auf: Decken, Hundebetten, Hundehütten, Zwingeranlagen bzw. Material , aus dem man Hütten und Zwinger bauen kann (z. B. Holzreste), Hundetransportboxen, Dosenfutter, Fressnäpfe, Entwurmungsmittel, Mittel gegen Flöhe, nicht mehr genutzte Bau- oder Wohncontainer …

Einige der Schützlinge, um die sich der SOS Hundehilfe Prignitz e. V. kümmert, kommen aus dem befreundeten und zugleich benachbarten Verein Riesenschnauzer in Not e. V. Er besteht seit fünf Jahren und hat seinen Sitz in Havelberg. "Die Hundepension der Grothes ist zugleich eine unserer Pflegestellen", erläutert Vereinsvorsitzende Cornelia Kober den Zusammenhang. Pflegestellen - das ist ein wichtiges Stichwort der Havelbergerin bezüglich der "Prignitzer"-Adventsaktion. "Davon haben wir, verteilt in ganz Deutschland und auch im Ausland, eine ganze Menge. Aber, die reichen natürlich nicht." Wer also eine Pflegestelle zur Verfügung stellen möchte, sollte bereits Hundeerfahrung haben. "Wir schauen dann, welcher Hund passen könnte. Die Tiere sind in einem solchen Fall über den Verein haftpflichtversichert, der Verein übernimmt auch eventuell anfallende Tierarztkosten", verdeutlicht Cornelia Kober. In Tierheimen, sagt sie, hätte die Rasse nur sehr schlechte Vermittlungschancen. "Große, schwarze Hunde … Hinzu kommt, dass Schnauzer nicht unbedingt für Hunde-Anfänger geeignet sind." Ihr selbst, so Cornelia Kober, habe es die Rasse angetan. Sie beherbergt selbst 13 Vierbeiner, engagiert sich in Kooperation mit anderen Tierschützern für die Rettung von Hunden aus Tötungsstationen hauptsächlich in Ungarn, aber auch in der Slowakei, Frankreich und Spanien.

Neben Geldspenden und der Mitarbeiter als Pflegefamilie freut sich der Riesenschnauzer in Not e. V. auch über Sachspenden, wie Futter, Leinen oder Halsbänder, über aktive und Fördermitgliedschaften oder auch die Übernahme einer Patenschaft. Außerdem, so Cornelia Kober, sei stets die Mithilfe bei Fahrketten gefragt, wenn Hunde über längere Strecken transportiert werden müssen. Und sie verweist auf die Internetseite des Vereins: Dort sind Kooperationspartner aufgeführt, die dem Verein einen Teil ihres Umsatzes zukommen lassen, wenn man bei ihnen einkauft. Unterstützt wird der Verein ebenso mit elektronischen Postkarten und Artikeln aus dem Onlineshop.

Für Cornelia Grothe in Groß Lüben ist die Pensions- und die Vereinsarbeit übrigens nicht nur ein Nehmen, sondern auch ein Geben. "Die Vereine präsentieren sich ausführlich im Internet, sind mit Partnern verlinkt, machen so auch auf die Region aufmerksam." Nicht wenige kämen, nachdem sie einen Vierbeiner als neues Familienmitglied in Groß Lüben in Empfang nahmen, wieder hierher zurück - um Urlaub zu machen, mit Kind, Kegel und Hund.

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