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Veränderungen in Wittenberger Spielstätte : Zwei Frauen sorgen für die richtige Kultur

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Das Kultur- und Festspielhaus soll künftig ohne künstlerischen Leiter auskommen.

von
erstellt am 16.Mär.2017 | 05:00 Uhr

Seit dem 1. Februar gibt es personelle und damit strukturelle Veränderungen in der Führung des Kultur- und Festspielhauses, das zum Verantwortungsbereich des KSTW gehört. „Die größte und bedeutendste Spielstätte der Region“, wie KSTW-Chef Uwe Neumann die Kultureinrichtung charakterisiert, hat mit dem altersbedingten Ausscheiden ihres langjährigen Managers Hans-Joachim Böse keinen künstlerischen Leiter mehr.

Bürgermeister Oliver Hermann hatte dazu letzte Woche in einem Interview anlässlich der Organisationsuntersuchung in der Kommunalverwaltung gesagt, es sei bereits entschieden, dass unterhalb der Werkleiterebene statt des künstlerischen Leiters „eher eine weitere Sachbearbeiterin benötigt“ werde. Diese neue Sachbearbeiterin ist Dorit Wudke. KSTW-Chef Neumann stellte die 34-Jährige in dieser Woche als die Neue im Stammteam des Kulturhauses vor. Gemeinsam mit der an Lebensjahren jüngsten, aber an Arbeitsjahren erfahrensten Mitarbeiterin des Kulturhauses, nämlich der 32-jährigen Petra Luft, ist die Sachbearbeiterin jetzt für die künstlerische Leitung des Hauses zuständig.

Wudke ist gelernte Verlagskauffrau. Dieser Ausbildung schloss sie in Lüneburg ein Studium der angewandten Kulturwissenschaften an. „Ich wollte gern zurück in die Prignitz“, sagte Wudke bei ihrer Vorstellung in dieser Woche. Nach Beschäftigungen im Jobcenter, beim Kreisjugendring und beim Prignitz-Sommer erhielt sie die Festanstellung beim Kultur- und Tourismusbetrieb. „Ich freue mich sehr, dass ich im Kulturhaus kreativ mitwirken kann“, sagte sie.

Petra Luft absolvierte ein duales Studium, bei dem die Stadt als praktischer Ausbildungsbetrieb fungierte. Diesem Wirtschaftsstudium schloss die junge Frau, die selbst auch künstlerisch tätig ist, eine Weiterbildung zum Eventmanager an.

Während die beiden Mitarbeiterinnen den künstlerische Part des Hauses in ihren Händen haben, verantworten Dietmar Drawe als Meister für Veranstaltungstechnik in der Fachrichtung Beleuchtung und Christian Boethke als angehender Meister für Veranstaltungstechnik in der Fachrichtung Bühne/Studio den technischen Part und punkten damit auch bei sehr namhaften Künstlern und Ensembles, die ein Haus wie das Hiesige in einer Stadt wie Wittenberge eher nicht vermuten, erzählen die beiden und verweisen auf das professionelle Wissen, das man für ein solches Haus haben müsse und das sie mitbringen.

Neumann formuliert als Anspruch für die Zukunft, der KSTW wolle das gute Niveau der Kulturhausangebots erhalten „mit einem breiten Mix für jeden Geschmack und jede Altersgruppe“. Als neue Herausforderung sieht er, sich beispielsweise künftig fürs Marketing sozialer Netzwerke zu bedienen oder auch den Kartenverkauf übers Internet zu ermöglichen.  

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