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Spendenaktion auf breiteren Schultern : Zuwachs bei den Sternsingern

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Katholische und evangelische Gemeinde schlossen sich für Spendenaktion zusammen, Sternsinger waren aber nicht flächendeckend unterwegs

von
erstellt am 23.Jan.2015 | 12:00 Uhr

Seit mehr als 20 Jahren ziehen stets im Januar die Sternsinger durch die Rolandstadt, sammelten in diesem Zeitraum zigtausende Euro für die alljährliche Hilfsaktion der katholischen Kirche, die immer unter einem anderen Motto steht. Allerdings gibt es einen Wermutstropfen: Die Zahl der Teilnehmer aus der katholischen Gemeinde St. Heinrich nahm stetig ab. Umso überraschender war vor kurzem die große Zahl an Kindern und Jugendlichen, zum Singen im Kreiskrankenhaus in der Dobberziner Straße begrüßt werden konnte. „Über 20 Kinder, verkleidet als die Heiligen drei Könige, und Sternträger waren mit erwachsenen Begleitern und jugendlichen Helfern unterwegs, um ,Segen zu bringen und Segen zu sein’, denn so lautet das Motto der Sternsingeraktion 2015“, berichtet Angela Sonntag. Sie engagiert sich seit vielen Jahren in der katholischen Gemeinde u. a. auch ehrenamtlich für die Sternsinger.

Der wundersame Zuwachs hat einen ganz simpel zu erklärenden Grund: „Die katholischen Grundschüler aus Perleberg, Wittenberge und Umgebung haben viele Jahre immer zur Jahreswende viel Zeit investiert, um diesem Projekt hier in der Region ein Gesicht zu geben. Ihnen sei an dieser Stelle herzlich gedankt. Aber der Nachwuchs fehlte, auch eine Folge des demografischen Wandels, und so blieben sie Einzelkämpfer mit geringer Aussicht auf Änderung, denn die Zahl der katholischen Schüler hier in der Prignitz ist leider abnehmend“, macht Angela Sonntag deutlich. Daher hat man das Ehepaar Glomke angesprochen und gefragt, ob vielleicht eine Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirche denkbar wäre. Pfarrer Olaf Glomke begleitet die Sternsinger-Aktion seit Langem in seiner Tätigkeit als Krankenhausseelsorger in Perleberg. Die Aussichten waren also gut, dass es klappt. Und so stand relativ schnell fest, dass die Aktion „Dreikönigssingen“ gemeinschaftlich laufen kann. „Christenlehrekinder wurden angesprochen und jene, die den Religionsunterricht an den Grundschulen besuchen“, erzählt Angela Sonntag das weitere Prozedere. Mit Hilfe eines Films, den sie gemeinsam anschauten, wurden die jungen Leute mit dem Projekt allgemein und dem diesjährigen Motto vertraut gemacht, studierten dann Texte und Lieder ein, stimmten die Termine ab. Die Kostüme wurden verteilt – und los ging's. Am 8. Januar belebten sie nachmittags trotz Regens die Perleberger Innenstadt und am 13. Januar erfreuten sie Patienten und Besucher im Kreiskrankenhaus. „Da die Aktion in der Form für alle neu war, wollten die Teilnehmer in diesem Jahr noch nicht in mehreren Gruppen unterwegs sein. Unter dieser Tatsache litt der bis dato bekannte, nahezu flächendeckende Besuch von Perleberger Geschäften, Institutionen und Familien“, bittet Angela Sonntag um Verständnis. Es bestehe aber die berechtigte Hoffnung, dass die Aktion Anfang 2016 wieder in gewohnter Weise und dann hoffentlich auch wieder vielen Kindern stattfinden könne, so Sonntag.

 



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