Lotte Lehmann Akademie : Zur Gala gibt’s Oper auch mal heiter

Gala 2014: Oper wurde zu einem faszinierendes Spiel auf der Bühne.
Gala 2014: Oper wurde zu einem faszinierendes Spiel auf der Bühne.

17 angehende Gesangsprofis von vier Kontinenten sind dieses Jahr beim Sommerkurs dabei

von
24. Juli 2015, 08:00 Uhr

Sängernachwuchs von vier Kontinenten wird ab dem 1. August für zwei oder drei Wochen – je nach gebuchtem Modul – in Perleberg zu Gast sein. 17 Teilnehmer wollen beim nunmehr 7. Kurs der Sommerakademie unter Leitung renommierter Dozenten ihr Vermögen in Stimme, Stil, Körpersprache und Repertoire erweitern und sich zielgerichtet auf den beruflichen Alltag eines Sängers vorbereiten.

Erst 19 Jahre jung ist der rumänische Bariton Teofil Munteanu, der in den USA lebt, aber bereits mit beeindruckender Stimmgewalt brilliert, wie Angelo Raciti, künstlerischer Leiter der Lotte Lehmann Akademie, beim Pressegespräch, zu dem Bürgermeisterin Annett Jura eingeladen hatte, betonte. Genau doppelt so alt ist der älteste Teilnehmer. „Es gibt Stimmen, die sich erst später entwickeln, insbesondere dramatische“, erläutert Raciti den Grund, warum es bei der Akademie auch keine Altersbeschränkung gebe.

Erstmals bei der Akademie dabei – aber keine Unbekannte – ist Veronika Golling, 2014 Preisträgerin der Lotte-Lehmann-Woche und in diesem Jahr Mitwirkende bei den Elblandfestspielen.

Scherzhaft gesagt eine Wiederholungstäterin ist hingegen die Schweizerin Sarah Matousek. Sie nahm bereits 2013 am Sommerkurs teil, mache derzeit ihren Master, bereite sich auf ihr erstes Vorsingen an Theatern und Agenturen vor und will da noch vom Programm der Akademie profitieren.

Und dieses gestalte sich in diesem Jahr nicht minder vielschichtig aber von einer etwas heiteren, leichteren Seite, wie Raciti ankündigt. Operette ebenso auch Oper – wie „La Cenerentola“ („Aschenputtel“) von Rossini – ist ein Beweis dafür, zudem Songs von Walter Jurmann („Veronika, der Lenz ist da“) werden so auch in der Operngala am 21. August im Deutschen Kaiser zu erleben sein – musikalisch und szenisch.

Übrigens, mit von der Partie sind dieses Jahr zwei Assistenzpianistinnen. Für sie sei es eine Mischung aus Praktikum und Wissensvermittlung, so Raciti. Wo es sich anbiete, werden sie an ihrer Stimme arbeiten und zugleich vor allem auch Einblicke erhalten, was zu einem Sänger gehört – nicht unwichtig für eine künftige berufliche Ausrichtung als Gesangscoach. Anders herum habe die Akademie mit ihnen zusätzlich zwei Pianisten.

Der Kartenvorverkauf bzw. die -reservierung laufe sehr gut, betont der künstlerische Leiter. Ein Grund mehr, nicht lange zu zögern, zumal die Schlechwettervarianten die Platzkapazität begrenzen. Das Konzert am 9. August im Ristorante L’Italiano werde gleich in den neuen Saal verlegt (Platzkapazität 100), um vom Wetter unabhängig zu sein. Wieder mit im Konzertprogramm in diesem Jahr ist das Schloss Grube mit seiner „Freitreppe und deren beeindruckender Akustik, die man hier nicht erwartet“, wie es der künstlerische Leiter formuliert.  

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen