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Testphase der Linie Berlin-Wittenberge : Zukunft des Nachtzugs offen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Bürgerinitiative und Ministerium wollen Gespräche abwarten

von
erstellt am 19.Jul.2016 | 21:00 Uhr

Wie es mit der Nachtzugverbindung RE2 zwischen Berlin und Wittenberge weitergeht, ist noch offen. Derzeit wird die Spätlinie getestet. Sie fährt jeweils in der Nacht zum Sonntag um 0.25 Uhr in Berlin Ostbahnhof ab und bedient die planmäßigen Halte der Linie RE2 bis Wittenberge und zusätzlich Albrechtshof, Seegefeld, Finkenkrug und Brieselang. Bis 25. September soll klar sein, ob tatsächlich ein Bedarf besteht, auch nach 22.30 Uhr am Samstag mit der Bahn in die Prignitz zu gelangen.

„Aktuell erwarten wir einen Gesprächstermin mit dem Verkehrsministerium in Potsdam. Ich kann keine Tendenz benennen. Auch für einen langfristigen Einsatz habe ich noch keine Antwort“, erklärte Manuela Matz-Kubik von der Bürgerinitiative (BI) auf Redaktionsnachfrage.

Die BI hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine Spätverbindung von der Hauptstadt nach Nordwestbrandenburg im Fahrplan zu etablieren (wir berichteten). Grund: Wer eine Veranstaltung in Berlin wahrnehmen möchte, im Schichtdienst arbeitet, vom Flughafen abends nach Hause fahren oder einfach seine Freizeit in der Hauptstadt verbringen möchte, musste spätestens den letzten Zug um 22.30 Uhr am Samstag nehmen. Aus Sicht der Bürgerinitiative passt das nicht mit den Anforderungen an einen nutzerfreundlichen Fahrplan zusammen. Mit dem Nachtzug würden sich die beruflichen Möglichkeiten, die generelle Daseinsvorsorge und auch die Lebensqualität auf dem Land verbessern.

Aus dem Ministerium gab es noch keine konkrete Aussage. „Wir werten das Zwischenergebnis aus und werden mit der Bürgerinitiative reden“, erklärte Sprecher Steffen Streu gegenüber dem „Prignitzer“. Im August solle ein Treffen erfolgen. Über eine Tendenz wollte er nichts sagen.

Manuela Matz-Kubik zeigte sich zufrieden mit den Passagierzahlen. Ihre Zählung im Mai habe ergeben, dass am Samstag „ab Bahnhof Zoo bis zu 200 Personen, ab Spandau anfangs um die 90 Personen und Ende Mai 159 Personen“ den Zug nutzten. „Ab Neustadt (Dosse) fuhren noch 32 bis 34 Personen bis Wittenberge weiter.“ An die BI sei auch der Wunsch nach einem Nachtzug ab Schwerin heran getragen worden.

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