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Treff der Prignitzer Touristiker : Ziel: Mehr Ladestellen für E-Räder

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Prignitzer Tourismusforum mit 120 Teilnehmern behandelte unter anderem die Elektromobilität und die Digitalisierung

von
erstellt am 12.Okt.2017 | 21:00 Uhr

Ein Pfund, mit dem die Region Prignitz bei Touristen wuchern kann, ist das Radwandern. In diesem Zusammenhang werden die Elektro-Fahrräder immer beliebter bei Ausflüglern, weiß Mike Laskewitz. Der Geschäftsführer des Tourismusverbands Prignitz weiß aber auch, dass das Netz an Ladestationen für die E-Bikes ausgebaut werden muss. „Wir als Tourismusverband begleiten diesen Prozess, und es gibt positive Signale von unseren Partnern“, sagte er am Donnerstag auf Anfrage.

Gemeinsam mit diesen Partnern, zum Beispiel den Landkreisen Prignitz und Ostprignitz-Ruppin, vielen Kommunen, Gastronomen, Hoteliers und Experten veranstaltete der Tourismusverband am Dienstag das 13. Prignitzer Tourismusforum in Wusterhausen (Dosse). Der Branchentreff stand unter dem Motto „Gäste nachhaltig gewinnen – Potenziale für die Reiseregion ‚Die Prignitz‘“ und fand in Kooperation mit der IHK Potsdam erstmals im Dosse-Seen-Land statt, das seit Beginn des Jahres offiziell Teil der Reiseregion Prignitz ist. Mit etwa 120 Teilnehmern waren laut Laskewitz so viele Gäste gekommen wie nie zuvor.

Der Austausch untereinander und das Netzwerken spielten eine wichtige Rolle bei dem Termin, an dem auch Wittenberges Bürgermeister Oliver Hermann als Vorstandsvorsitzender des Tourismusverbandes Prignitz teilnahm. Landrat Torsten Uhe betonte, dass die positive Entwicklung der Prignitz als Reiseregion weiter vorangetrieben werden müsse, und sprach davon, dass das Thema E-Mobilität einen zunehmend hohen Stellenwert einnehmen wird. Mike Laskewitz bestätigt, dass E-Bikes heute keine Ausnahme mehr seien, sondern zur Normalität gehörten. „Deswegen muss das Ladenetz ausgebaut werden.“ Carola Krakow, Radwegekoordinatorin beim Tourismusverband, sieht die Region auf einem guten Weg. „Bereits jetzt können die Reisenden während einer Übernachtung ihre Elektroräder bei 42 Anbietern entlang des Elberadweges aufladen. Das funktioniert über die Steckdose.“ Mit einem voll aufgeladenen Fahrrad komme man etwa 80 Kilometer weit, „deswegen brauchen wir nicht überall Ladestationen. Es wäre vorstellbar, dass man sich auf die 16 Tourenrouten und die Radfernwege konzentriert“. Es sei jedoch wichtig, solche nicht nur in den Städten, sondern auch an den Radwegen und in einigen Dörfern vorzuhalten. „Aber das Aufladen sollte immer mit einem Erlebniswert verbunden sein“, sagt Laskewitz und meint damit Ausflugsziele nahe der Ladestation, um die Wartezeit überbrücken zu können. Neben der Ladestation am Wittenberger Markt soll laut Carola Krakow auch in Glöwen eine entstehen.

Ralf Reinhardt, Landrat von Ostprignitz-Ruppin, betonte während des Forums, dass neben den Potenzialen im Radtourismus auch der naturnahe Tourismus und dessen Gestaltung für die touristische Arbeit und Vermarktung von wesentlichem Interesse sind. Als Beispiel nannte er die Kyritz-Ruppiner Heide, eine der größten zusammenhängenden Heidegebiete Europas, die mit den Natur- und Landschaftsführern schon erlebnisreiche Angebote vorzuweisen habe, allerdings noch weiter erschlossen und vermarktet werden müsse. Auch die Digitalisierung spielte bei den Teilnehmern des Forums eine wichtige Rolle. Rebecca Paul von der „Die Konzept-Agentur“ führte in ihrem Vortrag aus, dass der Gast nur wiederkehren würde, wenn die Qualität und der Service stimmen. Sie seien zwei wesentliche Auswahlkriterien für den Gast. „In Zeiten der Digitalisierung kann sich der Gast überall über sie informieren und wenn noch Omas DDR-Tischdeckchen auf dem Tisch liegen oder keine Ausflugstipps für den Gast bereitgestellt werden, dann war er nur einmal bei dort und dann nie wieder“, appellierte sie an das Qualitätsbewusstsein der Hoteliers und Gastronomen. 

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