Perleberg : Ziel: Eine starke Linke und das Direktmandat

Die Linke-Landesvorsitzende Anja Mayer kam zur Wahlkreisversammlung nach Perleberg, auf der Thomas Domres als Direktkandidat gewählt wurde.
Die Linke-Landesvorsitzende Anja Mayer kam zur Wahlkreisversammlung nach Perleberg, auf der Thomas Domres als Direktkandidat gewählt wurde.

Perleberger Thomas Domres zum Kandidaten für den Landtags-Wahlkreis 1 gewählt

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26. November 2018, 09:03 Uhr

„Ich möchte mal das Direktmandat gewinnen. Ich denke das Rennen mit meinen Konkurrenten Gordon Hoffmann von der CDU und Harald Pohle von der SPD ist offen. Unser Ziel im Land ist ganz klar eine starke Linke“, sagt Thomas Domres. Der Perleberger geht im Wahlkreis 1 (Perleberg, Wittenberge, Ämter Lenzen, Bad Wilsnack/Weisen, Gumtow und Gemeinde Karstädt) als Kandidat der Linken bei der Landtagswahl am 1. September 2019 ins Rennen. Als einziger Kandidat erhielt er am Sonnabend auf der Wahlkreisversammlung in Perleberg 19 Stimmen der 21 Anwesenden (je eine Ablehnung und Enthaltung).

Bereits zum fünften Mal steht der heute 48-Jährige auf dem Stimmzettel zur Landtagswahl. Und als Prignitzer weiß der seit 2012 parlamentarische Geschäftsführer der Linken-Landtagsfraktion, dass in seinem Heimatkreis „die demografische Entwicklung immer ein Thema sein wird“. Deshalb sei es ihm wichtig gewesen, dass das Finanzausgleichsgesetz geändert und sowohl der Demografie- als auch der Flächenfaktor mit einbezogen wurden. „Im ländlichen Raum gehört nicht nur der Straßenausbau dazu“, so Domres, der betont: „Wir als Linke haben viel erreicht wie beim Hochwasserschutz oder mit dem Kommunalen Investitionsprogramm, für das zusätzlich Geld aus dem Landeshaushalt kommt.“ Aber auch Misserfolg steht zu Buche: Das Aus der Kreisgebietsreform. „Wenn man keine Mehrheit an der Basis findet, haben wir gezeigt, dass Politik sich korrigieren kann und dazu fähig ist. Aber viele Elemente für eine Verwaltungsstrukturreform sind angeschoben worden. Es gibt dort Reformbedarf“, betont der Landtagsabgeordnete.

Oder die künftig geltende Retterprämie, die in den Doppelhaushalt eingestellt wird, oder die Verbesserung bei der Ausrüstung der Feuerwehren seien auf der Habenseite. „Als Mitglied im Innenausschuss werde ich daran weiterarbeiten“, so Domres.

Auch für Einzelprojekte wie der Sanierung des Flachlandspeichers in Sadenbeck oder des Rudower See will er sich weiter stark machen.

Klare Position beziehen Thomas Domres und Brandenburgs Landesvorsitzende der Linken, Anja Mayer, die am Sonnabend nach Perleberg gekommen ist, in Sachen Integration. „Im Landesverband ist klar: Wir wollen eine offene Gesellschaft. Es muss der inhaltliche Konflikt gelöst werden, es geht hier nicht um einzelne Personen. Die Frage ist, welchen Rechtsraum schaffen wir für Integration“, sagt Anja Mayer, die dieses Thema aber immer an „soziale Gerechtigkeit“ koppelt.

Und das wird in den nächsten Monaten auch Domres versuchen rüberzubringen, er erwarte „einen harten Wahlkampf“. „Das AfD-Potenzial muss man ernst nehmen. Ich habe keine Probleme damit, mich mit ihnen auseinanderzusetzen – auf sachlicher Ebene. Und da werde ich deutlich machen, dass die AfD keine Alternative ist“, so Domres.

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