zur Navigation springen

Wegen Platzmangels : Ziel: Archiv und Bibliothek ziehen zum Großen Markt

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Hauptausschuss stimmte für Grundsatzbeschluss, letztes Wort hat nun die Stadtverordnetenversammlung

Das Archiv und die Bibliothek der Stadt ziehen um. Der Große Markt 10 und 11 soll ihr neues Domizil werden. Mehrheitlich fasste der Hauptausschuss den entsprechenden Grundsatzbeschluss. Wenn dann auch die Stadtverordnetenversammlung am 27. April mitgeht, werden die Verwaltung und die BIG Städtebau GmbH als Sanierungsträger beauftragt, die weitere Planung voranzutreiben, um das Vorhaben umzusetzen.

Ausgangspunkt war, in erster Linie für das Archiv einen neuen Standort zu finden. Denn jenes platzt aus allen Nähten. Das Anwesen am Wallgebäude, in dem die Stadtbibliothek ihr Domizil hat, ist hingegen energetisch gesehen ein Fass ohne Boden.

In einer Machbarkeitsstudie wurden im Vorfeld verschiedene Standorte betrachtet, Vor- und Nachteile aufgelistet. Für den Großen Markt 10/11 spricht: Das Gebäudeensemble samt Nebengelass biete Parkmöglichkeiten, gute Raumorganisation und Erweiterbarkeit, dazu werde ein historischer Baukörper Mitten in der Stadt wieder mit Leben erfüllt. Die Kosten liegen bei rund 2,9 Millionen Euro, Förderung ist gegeben. Für die Nummer 10 unter Umständen sogar eine hundertprozentige, wenn es Denkmalstatus erhält.

In der Begründung zum Beschlussentwurf liest sich das so: „Mit der gemeinsamen Unterbringung werden die räumlichen Defizite des Archivs auf lange Sicht gelöst, Synergieeffekte in der gemeinsamen Raumnutzung erzeugt und genutzt sowie belebende Effekte für den Großen Markt ausgelöst. Zudem wird mit der Gebäudesanierung ein weiterer, seit langem bestehender städtebaulicher Missstand auf dem Großen Markt beseitigt.“

Im Vorfeld gab es in den Ausschüssen durchaus hitzige Debatten insbesondere um dem Markt 10. Die Rede in den Bürgerfragestunden war davon, dass die Kubatur des Saales erhalten bleiben und als Bibliothek wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden solle. Doch in erster Linie geht es um Platz für das Archiv – das drohte aus dem Blickfeld zu geraten. Einen Kompromiss zwischen Denkmalschutz und notwendigen Raumbedarf für Archiv und Bibliothek verspricht sich die Stadt von einem Planungswettbewerb. Einen solchen auszuloben hat man ins Auge gefasst.

 

zur Startseite

von
erstellt am 21.Apr.2017 | 05:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen