Tierpark Perleberg : Zickleingemecker zum Osterfest

Fünf Tage sind die Geschwisterzicklein alt und überaus fidel und neugierig.
Fünf Tage sind die Geschwisterzicklein alt und überaus fidel und neugierig.

Süße Überraschungen für die kleinen Besucher und Frühlingsspaziergang übern Akazienbaumstamm für die Nasenbären

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29. März 2018, 05:00 Uhr

Auch wenn das Wetter anderes verkündet, im Tierpark ist der Frühling eingezogen. Sicheres Zeichen dafür: Die Bären haben ihre Winterruhe beendet. Neugierig erkundeten Ben und Biene gestern ihre Anlage. Irgend etwas ist anders. „Wir haben hier nicht nur gründlich sauber gemacht, sondern das Bärendomizil auch mit neuen Stämmen und dergleichen ausgestattet“, sorgt Tierparkleiter Michael Niesler für Aufklärung. „Ostern kann kommen“, fügt er an. Der Tierpark hat längst sein Ostergewand angelegt – in bzw. an den Gehegen und Volieren grüßt Meister Lampe – solo oder gar in Gruppenformation – fleißige Ostereiermaler aus Pappmaché sind bei der Arbeit zu beobachten und zuckersüße Überraschungen warten Ostersonntag auf die kleinen Besucher. Auch tierischer Nachwuchs hat sich eingestellt. Gerade mal fünf Tage sind zwei Zicklein alt – und damit sind es jetzt sieben, die fröhlich meckernd sich den Besuchern zeigen. Und die können sich zudem auf das Nasenbärengehege freuen. Die zweite Anlage ist so gut wie bezugsfertig, zum Frühlingsfest geht es auf einem Akazienbaumstamm für die possierlichen Kletterer über den Köpfen der Besucher von einem ins andere Gehege. Übrigens, der Übergang ist eigens statisch berechnet und gesichert, damit er auch den Belastungsproben der Nasenbären gewachsen ist, erläutert Bernhard Grunicke, Geschäftsführer des Fördervereins.

Das nächste große Vorhaben des Fördervereins ist ein Sichtfenster bei den Kattas. Was man dann zu sehen bekommt, soll natürlich auch ansprechend gestaltet sein. „Das Tierwohl wird bei all unseren Vorhaben immer großgeschrieben“, betont der Geschäftsführer des Fördervereins. Gleichso sollen die Besucher die Tiere hautnah erleben können. Über eine Rampe, insofern auch behindertengerecht, gelangt der Besucher hier dann zu dem mit einem Überbau versehenen großen Panoramafenster. Der Vorbau selbst passt gestalterisch ins Tierparkambiente. Er soll einem Bärenkäfig nachempfunden werden und so daran erinnern, dass hier früher mal Bären untergebracht waren. Zwischen 5000 und 6000 Euro werde das Projekt kosten, das der Förderverein aus eigener Kraft stemmen will. Dabei baut er auch wieder auf die Unterstützung von Sponsoren und Paten.

Nach der besucherfreundlichen Gestaltung der Unterkunft für die Kattas ist das Stachelschweingehege an der Reihe. Derzeit seien die Tiere hier für die Besucher nur schwer auszumachen, zumal sie nachtaktiv sind. In anderen Tierparks bzw. Zoo wolle man sich umschauen, wie man dort eine Lösung gefunden habe. Dann werde ein Konzept erstellt. Unterm Strich gehe es auch hier um das Tierwohl und um mehr Besucherfreundlichkeit. Die Vorstellungen gehen dahin, einen überdachten Futterplatz zu schaffen, wo man dann durch eine Sichtscheibe auch die Tiere gut beobachten kann. So um die 8000 Euro werde das kosten, doch belastbare Zahlen hätte man noch nicht, betont Bernhard Grunicke.

Langfristiger gedacht, hat der Förderverein dann die Vogelvolieren im Blick. Sie sollen moderner und ansprechender gestaltet werden.

„Wir wollen nicht mehr so große Projekte uns vornehmen, sondern vielmehr das Vorhandene für die Tiere und die Besucher attraktiver gestalten“, bringt es der Geschäftsführer auf einen kurzen Nenner. Neben der Sanierung und Bauerei sind das Tierparkfest – Stargast in diesem Jahr ist übrigens Bernhard Brink – ebenso wie die Zusammenkunft mit den Paten, um die 90 hat der Tierpark, weiterhin fester Bestandteil des Engagements des Fördervereins wie auch die Gewinnung von neuen Mitgliedern.

Mit Tierpflegerin Franziska Dehlow, 26 Jahre alt, hat der Tierparkförderverein jungen Zuwachs erhalten. „Trotzdem liegt unser Durchschnittsalter bei 60 Jahren. Denn wir sind alle auch ein Jahr älter geworden“, resümiert Bernhard Grunicke. 38 Mitglieder zählt der Förderverein inzwischen, „im vergangenen Jahr kamen drei hinzu“, kann Grunicke auf der Mitgliederversammlung verkünden. Und auch hinsichtlich dessen, was der Förderverein 2017 initiiert hat, konnte er eine ganze Menge auflisten. Erstmals stand ein Erfahrungsaustausch mit dem Schweriner Zoo auf dem Plan. „Es war schon interessant“, gesteht Bernhard Grunicke, „die Schweriner, die mit Millionen und Fördermittel bauen und wir, die wir im Tausender Bereich arbeiten. Trotzdem haben wir tolle Objekte geschaffen, wie jetzt das Nasenbärengehege.“

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