Altpapiersammlung : Zeitung und Pappe für die Kita

Am Schulplatz hinter der Kita steht der Papiercontainer.
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Am Schulplatz hinter der Kita steht der Papiercontainer.

Sammelcontainer für steht am Schulplatz / Anmeldung bei Umweltamt steht aber noch aus

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26. November 2014, 08:00 Uhr

„Über die Finanzspritze wird sich die Kindertagesstätte ,Haus der lieben Zwerge‘ ganz sicher freuen.“ Daran gab es unter den Weisener Gemeindevertretern am Montag keinen Zweifel, als Bürgermeister David Leu verkündete, dass die Gemeinde einen Container zur Sammlung von Altpapier am Schulplatz aufgestellt habe. „Mit dem Erlös kann die Kita mal einen Ausflug oder Spielgeräte finanzieren, ich denke, so ist das Geld gut angelegt“, sagte Leu und erntete Zustimmung.

Gemeindevertreter Mario Dahse begrüßte die Aktion grundsätzlich, meldete aber Bedenken hinsichtlich der Rechtmäßigkeit der Sammlung an. Dahse verwies auf die Streitigkeiten zwischen Landkreis und mehreren Schulen, denen die Kreisverwaltung Bußgelder aufgrund nicht genehmigter Wertstoffsammlung angedroht hatte. Der „Prignitzer“ hatte umfänglich berichtet, wie die Jahnschule im Oktober 2013 schließlich erwirkt hatte, mit einer entsprechenden Anzeige beim Landesumweltamt (LUGV) eine Sammlung durchführen zu können. Der Kreis erhob daraufhin keinen Einspruch.

Auch Anwohner aus Weisen haben sich gestern in der Redaktion gemeldet und nachgefragt, was es mit einem Flyer auf sich habe, in dem die Gemeinde diese Sammlung für die Kita ankündigt und um Unterstützung bittet. „Ist es denn überhaupt rechtens, dass die Gemeinde Altpapier sammelt?“, wollte ein Weisener ebenfalls mit Verweis auf die Diskussion um die Schulsammlungen wissen. „Ich gehe davon aus, dass es auch bei unserer Sammlung keine Probleme geben wird“, sagte David Leu auf Redaktionsnachfrage und fügte hinzu, dass man die Sammlung beim zuständigen Landesumweltamt entsprechend anmelden wolle.

Mit entscheidend für die Rechtmäßigkeit sei laut Andreas Much vom Sachbereich Abfallwirtschaft des Kreises, dass ein gemeinnütziger Verein die Sammlung organisiere. „In den Schulen machen das Fördervereine, aber eine Kita oder die Gemeinde selbst können das nicht tun.“ Sobald die Sammlung beim Landesumweltamt angemeldet sei, würde der Kreis angehört und könne Widerspruch einlegen. Ob dieser dann berücksichtigt werde, entscheide das LUGV.

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