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Wikingermarkt in Schilde : Zeitreise ins frühe Mittelalter

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Geschichte, Tradition, Handwerk – das Parkgelände lockte am Pfingstwochenende Besucher und Lagerleute von weit über die Kreisgrenzen hinaus

„Die Besucher hier aus der Prignitz sind unglaublich wissbegierig, nehmen sich die Zeit und lassen sich alles erklären“, sagt der Zierzower Wolfgang Mekelburg. Er ist einer der rund 150 Lagerleute, die am Wochenende den Park in Schilde bevölkern und sich beim 2. Wikingermarkt präsentieren. Das mittelalterliche Handwerk steht dabei im Vordergrund. „Da kann man sehen, was man echt alles selber machen kann“, sagt der Lüneburger Lucas Weilandt, der mit seinen Freunden in dem kleinen Park den Sonnabend verbringt und auch ansonsten auf vielen Wikingermärkten unterwegs ist, mit Zelt und in Gewandung.

„Wir sind immer auf dem Plattenburg-Spektakel und interessieren uns für das Mittelalter, die Geschichte ist interessant. Hier kommt man mit den Leuten gut ins Gespräch“, sagt Michèle Schade aus Berge.

Die Geschichte, Tradition oder das Handwerk ist die eine interessante Seite, die andere: „Es geht um die Gemeinschaft, man trifft sich von anderen Märkten“, sagt der Berliner Andreas Fahl, der mit seiner Frau Gabriele in voller Gewandung sein Zelt aufgeschlagen hat. Man helfe sich gegenseitig, wie hat zum Beispiel der eine seine Schuhe geschnürt, wie der andere sein Schild gebaut. Und wie die Besucher hervorheben: Es ist alles so authentisch wie möglich, es gibt keine Plastikzelte oder -stühle und es ist alles so harmonisch, familiär und schön ruhig. Organisator Uwe Schirm wirbelte dementsprechend auch, damit alles funktioniert.

Doch ganz so ruhig und friedlich waren die starken Nordmänner im frühen Mittelalter zwischen dem 7. und 11. Jahrhundert nun auch wieder nicht. „Schilde vor und los“ heißt das Kommando. In einer Kampfvorführung zeigen die Darsteller, mit welchen Waffen wie Axt, Langaxt oder Schwert gekämpft wurde. Die Wikinger und Germanen haben Haushaltsgeräte, wie beispielsweise eine Axt, umgebaut, um sich zu verteidigen. Einzig das Schwert haben sie für den Kampf hergestellt, heißt es bei der Erklärung. Die Besucher rund ums Kampffeld sind begeistert, sei es beim Kampf zweier starker Wikinger oder zwei elf Mann starken Armeen.

Ob bei Klein oder Groß, mit dem Wikingermarkt in Schilde, hat Veranstalter André Berlin von der Kulturscheune, der die Idee mit Wolfang Meckelburg ins Leben rief, voll ins Schwarze getroffen. Denn weit über die Prignitzer Kreisgrenzen hinaus kamen nicht nur die Lagerleute – diesmal doppelt so viele wie bei der Premiere – sondern auch die Besucher.

 

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erstellt am 16.Mai.2016 | 21:00 Uhr

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