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Der Prignitzer

19. November 2017 | 19:11 Uhr

Zeit schinden

vom

svz.de von
erstellt am 25.Okt.2007 | 11:11 Uhr

Das großflächige Überschwemmungsproblem dieses Jahres ist nicht auf den Dauerregen zurückzuführen. Jedenfalls nicht in erster Linie. Verantwortlich dafür sind Politiker und Behörden, die zugesehen haben, wie Wasser-, Wehr- und Stauanlagen sich selbst überlassen blieben. Die wuchsen ungestört zu oder sie verrosteten und konnten ihre Funktion nicht mehr erfüllen. Wären sie funktionstüchtig, dann hätte das Wasser abfließen können, das jetzt auf Tausenden Wiesen und Äckern steht.
Warum das so ist, liegt auf der Hand. Wenn Minister Woidke also Steuerungsgruppen beruft und jede Menge Expertisen in Auftrag gibt, die dem aktuellen Problem ohnehin nicht beikommen, dann ist das eher Zeitschinden. Das Land hat in den vergangenen anderthalb Jahrzehnten viel zu wenig für den Erhalt der Wasseranlagen getan.
Die örtlichen Verbände, die theoretisch ebenfalls mit der Pflege betraut sind, hatten notorisch zu wenig Geld, um diese Aufgabe sachgerecht zu erfüllen. Insofern war die heutige Lage absehbar. Der Regen hat dem nur noch den Rest gegeben. Es geht nicht darum, noch mehr Papier voll zu schreiben. Das macht kein einziges Wehr wieder funktionstüchtig. Es geht darum, nachhaltiger etwas für die ökologische und agronomische Infrastruktur des Landes zu tun. Auch wenn das sehr teuer ist.

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