Brücke fast fertig : Zeit des Umwegs bald vorbei

Geländer und Pflasterung fehlen noch: Bei der gestrigen Bauberatung gingen alle Beteiligten von der Öffnung der Brücke noch deutlich vor dem Weihnachtsfest aus. Hauptauftragnehmer für das Projekt ist die Firma Universalbau Perleberg.
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Geländer und Pflasterung fehlen noch: Bei der gestrigen Bauberatung gingen alle Beteiligten von der Öffnung der Brücke noch deutlich vor dem Weihnachtsfest aus. Hauptauftragnehmer für das Projekt ist die Firma Universalbau Perleberg.

Stepenitzbrücke in Klein Linde kurz vor der Freigabe / Arbeiten liegen im Zeitplan, trotz Verzögerungen im Frühling

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27. November 2014, 12:00 Uhr

Die Zeit der großen Umwege neigt sich dem Ende zu: Die Stepenitzbrücke in Klein Linde soll auf jeden Fall noch vor dem Fest freigegeben werden, bekräftigte gestern Halldor Lugowski, Bauamtsleiter in der Gemeinde Groß Pankow (Prignitz), am Rande der turnusmäßigen Bauberatung. „Trotz Verzögerungen liegen wir im Plan, in dem die Fertigstellung für den 18. Dezember fixiert ist. Unser Wunschtermin war der 6. Dezember. Der ist allerdings nicht ganz zu halten“, so Lugowski gestern im Interview mit dem „Prignitzer“.

Seit Mai entsteht hier für rund 500 000 Euro ein Brückenneubau, finanziert vom Land Brandenburg aus dem Fonds für notleidende Kommunen. Hintergrund: Die Gemeinde arbeitet seit Jahren mit einem Haushaltssicherungskonzept.

Maßgebliche Verzögerungen gab es im Frühling, als die Abrissarbeiten wegen naturschutzrechtlicher Belange zurückgefahren werden bzw. zeitweilig ruhen mussten. Ringsum waren in Baumkronen Nester mit Jungvögeln besetzt. Weitergehen konnte es erst, als der Vogelnachwuchs flügge war. Auch das Kappen einer Baumkrone, damit der Kran genügend Bewegungsfreiheit hat, musste aus eben diesen Gründen warten. Zeit, die nach hinten heraus bei der Fertigstellung fehle, wie Verantwortliche gestern bei der Bauberatung anmerkten. Zeit allerdings auch, die von vornherein mit einkalkuliert war, wie Halldor Lugowski entgegnete. Auch die Gründungsarbeiten gestalteten sich schwieriger als erwartet, weil man dabei auf eine Torflinse stieß und somit die Standsicherheit der Brücke mit einem anderen Verfahren – mit Bohrpfählen – absichern musste.

Sollte die Witterung nicht noch einen ganz dicken Strich durch die Rechnung machen – was derzeit nicht absehbar ist – soll es um den 10. Dezember herum wieder freie Fahrt von der B 189 auf direktem Wege nach Klein Linde geben. Der umständliche Weg über Kreuzburg wäre dann endlich passé.

Wichtige ausstehende Arbeiten sind jetzt noch die Pflasterung sowie die Installation des Geländers. Erst wenn das fertig sei, könne der Prüfstatiker sein endgültiges Okay erteilen, erläutert Halldor Lugowski. Parallel dazu wird das Umfeld wieder hergerichtet und wird es Baum-Ersatzpflanzungen geben.

Bereits wieder in Betrieb ist seit Oktober die Dömnitzbrücke zwischen Helle und Wolfshagen, ebenfalls ein Großprojekt der Gemeinde im sechsstelligen Bereich. Hier konnte man allerdings in einem anderen Tempo bauen, da es sich „nur“ um eine Rekonstruktion des vorhandenen Bauwerks handelte.


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