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Der Prignitzer

23. September 2017 | 06:00 Uhr

Zehnjährige meistert Ernstfall

vom

svz.de von
erstellt am 15.Jul.2011 | 07:56 Uhr

Wittenberge | Sophie Barth aus Wittenberge ist erst zehn Jahre alt. Mit ihren jungen Jahren hat sie schon Zivilcourage bewiesen. Als eine ältere Dame neben ihr auf dem Weg parallel zum Horning bewusstlos wurde und sich nicht mehr regte, legte sie sie in die stabile Seitenlage und veranlasste, dass der Rettungswagen gerufen wurde. Sophies Mutter, Bianka Barth, berichtete dem "Prignitzer" davon.

Die Zehnjährige ist ein aufgewecktes Mädchen, das die Grundschule IV besuchte und ihre Freizeit bei der Jugendfeuerwehr und dem DRK verbringt. An dem Montag, als ihre Hilfe gefragt war, zeigte sie, dass sie ihre Kenntnisse in die Praxis umsetzen kann.

"Ich war auf dem Weg zu Oma", erinnert sich das junge Mädchen. "Als die Frau neben mir hinfiel, habe ich sie zuerst angesprochen. Als sie nicht geantwortet hat, habe ich getestet, ob sie noch atmet." Sofort wusste sie, was zu tun ist. Mit wenigen Handgriffen legte sie die Dame in die stabile Seitenlage, fragte eine vorbeigehende Passantin, ob sie den Notruf absetzen könne und wartete geduldig. "Der Rettungsarzt hat mir nur gesagt, dass ich weitergehen kann. Ich weiß nicht, was die Frau hatte."

Erst seit vier Monaten ist Sophie Mitglied im Jugend-DRK, seit einem halben Jahr bei der Jugendfeuerwehr Wittenberge. "Das macht mir total viel Spaß." Sie könnte sich vorstellen, in diesen Bereichen zu arbeiten, wenn sie groß ist. Menschen helfen, das gefalle ihr. Nun sind jedoch erst einmal Sommerferien. Für Sophie Barth womöglich die letzten in der Prignitz. Mit ihren Mutter und der Schwester zieht sie nach Borkheide im Landkreis Potsdam-Mittelmark. Vieles wird sich für sie ändern, aber eines weiß sie jetzt schon: "Ich will dort auf jeden Fall wieder zum DRK und in die Feuerwehr."

17 Jungen und Mädchen lernen neben Sophie beim Jugendrotkreuz in Wittenberge alles zum Thema Erste Hilfe. Im Kreisverband sind es 45 Mitglieder. "Für uns ist die Erste Hilfe selbstverständlich, das versuchen wir auch den Kindern mitzugeben", so Uwe Damnig vom DRK.


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