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Der Prignitzer

20. November 2017 | 18:17 Uhr

Pritzwalk : Zahnradwerk ist gut aufgestellt

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Unternehmen in Pritzwalk freut sich nach der Insolvenz über volle Auftragsbücher und hat noch freie Lehrstellen.

svz.de von
erstellt am 20.Jul.2017 | 05:00 Uhr

Dem Zahnradwerk geht es wieder gut, sehr gut sogar, sagt Geschäftsführer Tom Peiffer. Nach der Übernahme des in wirtschaftliche Schwierigkeiten gekommenen Traditionsunternehmens hat Peiffer mit weiteren Partnern das Unternehmen erworben sowie auch die angeschlossene Härterei.

In der Zwischenzeit gab es fünf Neueinstellungen, sodass nun 175 Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt sind. „Ich muss sagen, die Auftragslage ist sehr gut. Wir können im Moment gar nicht alle Aufträge abarbeiten. Das heißt aber auch, dass wir den Weg, den wir bei der Übernahme beschrieben haben, konsequent weitergehen müssen“, sagt Peiffer. Der Geschäftsführer hatte schon früher mangelnde Flexibilität im Unternehmen als eines der Probleme für die wirtschaftliche Schieflage ausgemacht. „Das Problem haben wir mitunter immer noch, es bildet sich quasi eine Art Flaschenhals. Manche Bereiche arbeiten schon flexibler und besser. An dem einen oder anderen Punkt müssen wir noch etwas drehen, um Engpässen in der Fertigung besser begegnen zu können“, so der Geschäftsführer.

Ein Weg heißt dabei: mehr Automatisierung. „Um diese auch in Zukunft weiter voranbringen zu können, brauchen wir junge Leute, Nachwuchs, den wir gern selbst ausbilden möchten“, sagt Peiffer. Deshalb bietet das Zahnradwerk in Pritzwalk noch insgesamt fünf Lehrstellen an. „Drei befassen sich mit der Steuerung der Produktionsmaschinen. Der Beruf nennt sich Fachkraft für Metalltechnik. Dazu gehören das Planen der Produktion, das Einstellen der Maschinen ebenso wie das Herstellen und Wechseln von Werkzeugen“, so Peiffer. Außerdem werden noch zwei Ausbildungsplätze im kaufmännischen Bereich angeboten. „Das heißt ganz modern Büromanagement und zeigt aber, dass es sich hierbei um eine sehr umfangreiche Tätigkeit handelt, die heute von den jungen Leuten viel Flexibilität und den Umgang mit moderner Kommunikationstechnik erfordert“, so Peiffer.

Für die Zukunft sieht er das Zahnradwerk sehr gut aufgestellt. „Wir wollen die Philosophie des Betriebs weiterführen. Das heißt, mehr als 80 Prozent der heute hier Beschäftigten haben auch hier in dem Werk gelernt und ihre Ausbildung abgeschlossen. Und so wollen auch wir zukünftig junge Leute ausbilden, um sie hier im Unternehmen einzusetzen“, so der Geschäftsführer.

Das Portfolio des Zahnradwerks hat sich kaum zu dem der Vergangenheit verändert. Noch immer bilden Getriebeteile für Windkraftanlagen einen großen Teil der Fertigung. „Dabei sind wir nicht die Billigsten, sondern haben den Anspruch, die Besten zu sein. Wenn so eine Offshore-Windanlage 20 Jahre arbeiten soll, sind die Wartungskosten ein erheblicher Teil der Investitionskalkulationen. Da überlegen viele Investoren zweimal, ob sie den günstigsten Anbieter wählen oder den besten. Und diesen Anspruch haben wir“, so Peiffer.  

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