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Der Prignitzer

22. November 2017 | 23:31 Uhr

Zahl der tödlichen Lkw-Unfälle gestiegen

vom

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erstellt am 15.Feb.2012 | 08:04 Uhr

Potsdam | Alleen, Karambolagen mit Lastwagen und die Raserei vor allem junger Fahrer - sie bereiten Brandenburgs Verkehrspolitikern die größten Sorgen. Zwar sank 2011 die Zahl der sogenannten Baumunfälle von 2490 im Jahr 2010 auf 1963, allein 36,4 Prozent der Verkehrstoten gingen aber auf ihr Konto. 68 Menschen kamen hier ums Leben, sechs weniger als 2010. Insgesamt registrierte die Polizei für das vergangene Jahr 80 444 Unfälle, was einem Rückgang von rund zehn Prozent entspricht - das ist der niedrigste Stand seit 1992.

Laut der gestern vorgelegten Statistik ging die Zahl der Getöteten von 192 auf 187, die der Verletzten um 35 auf 10 283 zurück, vergleichbar mit den Zahlen 1991. Innenminister Dietmar Woidke (SPD) sprach von einer "sehr gemischten" Bilanz, mit der niemand zufrieden sein könne. Ursachen für die positive Entwicklung seien unter anderem den relativ milden Winter 2011, den bessere Straßenzustand und die Sicherheitstechnik der Fahrzeuge. Und: Immerhin liege Brandenburg mit seinen Zahlen durchweg besser als der vorhergesagte Bundestrend. Andererseits zählt die Mark laut Woidke mit 74 Verkehrstoten pro eine Million Einwohner im Ländervergleich wie schon seit Jahren zu den Schlusslichtern. Maßgeblich schuld daran sei zu schnelles Fahren: 73 der 187 Verkehrstoten seien darauf zurückzuführen. Vor diesem Hintergrund brachte Woidke ein streckenweises Tempolimit von 130 Stundenkilometern auf Autobahnen ins Gespräch.

Um Alleen sicherer zu machen, mahnte Verkehrsminister Jörg Vogelsänger (SPD) den Bau von Leitplanken an. Hier machten die Landkreise noch zu wenig von den bereitstehenden Fördermitteln Gebrauch.

Die Zahl der Toten bei Lkw-Unfällen stieg 2011 um 13,6 Prozent auf 50, auf den Autobahnen (24 Tote) betrug die Zunahme sogar 60 Prozent. Fast drei Viertel aller Lkw-Unfälle verschuldeten die Fahrer selbst, erläuterte Woidke.

Bei jüngeren Fahrern zwischen 18 und 24 Jahren nahm die Zahl der Unfalltoten um 40 Prozent von 33 auf 46 zu, während die Zahl der von ihnen verursachten Unfälle um 23 Prozent auf 9743 und auch die der Verletzten sank. Das spreche für besonders schwere Unfälle.

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