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Würstchen und Glühwein stärken Elbetreiber

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erstellt am 26.Aug.2013 | 07:25 Uhr

Wittenberge | Es ist keine echte sportliche Herausforderung, allenfalls ein Abenteuer für diejenigen, die das erste Mal am Elbetreiben teilnehmen. Für alle anderen ist es der pure Spaß: Sich sechs Kilometer vom Fluss treiben lassen, getragen vom Neoprenanzug. Auf dem Rücken liegend, lassen sich Schäfchenwolken zählen, zieht das grüne Elbufer an einem vorbei.

Die Herausforderung besteht allenfalls darin, mit einigen wenigen kräftigen Schwimmstößen rechtzeitig eines der Versorgungsboote zu erreichen, sich Würstchen in mundgerechten Stücken, Weintrauben oder Kekse reichen zu lassen. An Getränken werden Tee und Glühwein serviert, auch ein "Kleiner Feigling" oder ein Kräuterle stehen auf der Getränkekarte. So verwundert es nicht, dass am Sonntag erneut rund 170 Frauen, Männer und Kinder in Hinzdorf ins Wasser sprangen.

In kleinen Grüppchen wird geschwatzt, herumgealbert und ganz viel gelacht. Sei es über die Badehauben zum Schutz der Frisur, sei es über ausgefallenes Wasserspielzeug, welches Erwachsene in den rund 90 Minuten zu Kindern werden lässt.

Ines aus Lenzen treibt das erste Mal mit, genießt das Sommerwetter und erkundigt sich, wie schwer es wirklich sei, am Ende der Strecke aus der Fahrrinne hinein ins Hafenbecken zu schwimmen. "Ein echter Kraftakt", rufen ihr zwei alte Hasen zu und erzählen beruhigend, dass weiter stromabwärts Netze gespannt seien für diejenigen, die den Kampf gegen die Strömung verlieren. Nein, Ines glaubt ihnen kein Wort und das ist auch richtig so. Bisschen Kraft gehört am Ende wirklich dazu, aber unter dem Beifall der Schaulustigen und des Moderators Andreas Fester ist es zu schaffen.

Manche Elbetreiber kommen nur für diesen einen Tag in die Prignitz, andere wie Kranhauschef Knut Diete gehören zu jenen, die fast von Beginn an dabei waren, als einst 13 Tollkühne meinten, es einfach mal ausprobieren zu müssen.

Neben dem Drachenbootrennen ist das Elbetreiben der zweite Höhepunkt am Elbebadetag. In der Gunst der Prignitzer liegen jedoch die Drachenboote vorn. 29 teilnehmende Teams bedeuten einen Rekord. Das bunte Treiben während des Wettkampfes, die großen Kuchenbleche und die rauchenden Grills zeigen eindrucksvoll, wie wohl sich die Teams fühlen. Manche Rivalität aus den Vorjahren ist längst dem gesunden Sportsgeist gewichen. Man kennt sich untereinander, man weiß, wer um den Titel kämpfen und man weiß, wer Anwärter auf die rote Laterne sein wird. Abklatschen, Jubelrufe und das ganz große Spalier nach dem Finale zeigen, dass Fairness und Spaß dominieren.

Übrigens: Der Elbebadetag 2014 wird vom 27. bis zum 29. Juni stattfinden.

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