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Namensweihe in Wittenberge : Würdigung für Dr. Albert Steinert

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Zur Namensweihe des Weges kamen seine Nachfahren nach Wittenberge

svz.de von
erstellt am 28.Sep.2016 | 21:00 Uhr

Der vormals namenlose Verbindungsweg vom Bahnhof in Richtung Innenstadt heißt nun offiziell Dr.-Albert-Steinert-Weg. Damit hat ein jahrelanger Prozess zur Würdigung des von den Nazis in Wittenberge erschossenen Seehäuser Arztes einen Abschluss gefunden. Eine Informationstafel auf dem Salomon-Herz-Platz informiert zugleich über Dr. Steinert, der gestern vor 130 Jahren geboren wurde. Zur feierlichen Enthüllung des Wegschildes kamen gestern neben Vertretern aus der Altmark und Wittenberge auch der Sohn des Geehrten, Dr. Albert Steiner junior, mit Familie in die Elbestadt.

Er selbst ist im August 1945 geboren worden, vier Monate, nachdem sein Vater erschossen wurde. Da auch seine Mutter bereits 1947 starb, gab es Erinnerungen an die Eltern für den heute 71-Jährigen zumeist nur aus Erzählungen, später dann aus Archivmaterial. „Die Eltern fehlten immer. Ich bin sehr froh, dass mein Schulfreund, Dr. Walter Fiedler, so viel über unsere Familie herausgefunden hat. Das können wir nun unseren Kindern weitergeben“, sagt Dr. Steinert junior und ergänzt: „Man muss auch heute wieder an die Situation von damals denken, da wieder so viele Menschen vor dem Krieg fliehen müssen.“

Nachdem das Seehäuser Krankenhaus zum Bedauern von Verbandsgemeindebürgermeister Rüdiger Kloth den Namen Dr. Steinerts ablegte, würdige man beiderseits der Elbe das Andenken zunehmend wieder. Die Grundschule Seehausen hat beantragt, den Namen künftig zu führen. Im November soll die Namensweihe stattfinden.

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