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Platz für bis zu 50 Menschen : Wohnstätte bleibt in Reserve

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Der Landkreis will das Gebäude im Bedarfsfall auch weiterhin für das Unterbringen von Flüchtlingen nutzen.

von
erstellt am 17.Feb.2017 | 12:00 Uhr

Das Gebäude in der Wahrenberger Straße 43 soll auch künftig für die Unterbringung von Flüchtlingen genutzt werden. Wie Christian Müller, 1. Beigeordneter des Landrats, auf „Prignitzer“-Nachfrage sagte, „werden wir als Landkreis die Einrichtung dauerhaft für die Unterbringung von Menschen, die sich im Asylverfahren befinden, vorhalten“.

Bei dem Gebäude handelt es sich um die ehemaligen von der Lebenshilfe genutzte Wohnstätte im Besitz des Landkreises. Platz bietet das Gebäude für bis zu 50 Menschen. Im Januar 2016 waren die ersten Flüchtlinge dort eingezogen. Bereits im Juli letzten Jahres waren die Plätze der Wohnstätte schon nicht mehr zur Hälfte belegt. Derzeit ist das Haus fast unbewohnt.

Ob und wann der Landkreis wieder Flüchtlinge aufnehmen werde, die in der Wahrenberger Straße einquartiert werden müssten, lasse sich derzeit nicht sagen, erklärt der stellvertretende Landrat. Wie er erläutert, dürfen Asylbewerber nur so lange in Übergangseinrichtungen wie beispielsweise der in der Wahrenberger Straße bleiben, bis über ihren Status entschieden ist. Ist das geschehen, müssten sich die Menschen in eigener Verantwortung ihr neues Leben organisieren. Und das heißt auch, dass sie sich eigene Wohnungen suchen.

Die Unterbringung von Asylbewerbern in der Wahrenberger Straße war bei Anwohnern anfangs nicht unumstritten. Das Zusammenleben von Einheimischen und Fremden habe sich dann aber ohne größere Reibereien gestaltet, sagt Christian Müller.


Gute Nachbarschaft


Lieselotte und Wolfgang Hetzte sind direkte Nachbar, ihr Grundstück grenzt an das der Wohnstätte. Wie erleben sie die Fremden? Wie kommen sie mit den Asylbewerbern aus? „Wir haben keine Klagen. Das Gegenteil ist der Fall“, sagt Lieselotte Hetze. Sie erzählt vom Einzug der jungen Männer, „die anfangs recht zurückhaltend waren“. „Dann ließen sich die ersten so langsam auf dem Hof sehen. Als wir dachten, die Zeit sei reif, haben wir uns vorgestellt, gesagt, dass wir uns eine gute Nachbarschaft wünschen“, blickt Lieselotte Hetze zurück. Und sie hätte auch gesagt, dass dazu auch gegenseitige Rücksichtnahme gehört. Außerdem hat die Familie ihre Hilfe angeboten. Hetzes betonten nochmals, dass das Zusammenleben wirklich reibungsfrei verlief bzw. verläuft. Die ersten Gespräche verliefen in Englisch bzw. per Übersetzer im Smartphone. Zahlreiche der jungen Leute hätte aber ziemlich schnell Deutsch gelernt, so Hetzes.  

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