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Der Prignitzer

18. November 2017 | 20:51 Uhr

Wohnen mit Rundumblick

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Abrissarbeiten auf Pritzwalks größter privater Baustelle abgeschlossen / Wohnungssituation im Unterschied zu anderen Städten angespannt

von
erstellt am 19.Mai.2015 | 12:00 Uhr

Dort, wo einst Rinder- und Schweineställe standen, kann der Blick nun weit über die Stadt Pritzwalk schweifen, bis hin zur St. Nikolai-Kirche oder zum Goethe-Gymnasium. Rico Köhn begann hier mit seinen Mitarbeitern im Februar 2014, die alten Stallungen auf dem etwa 11 000 Quadratmeter großen Grundstück abzutragen. Abtragen ist genau das richtige Wort, denn abgerissen mit dem großen Bagger wurde hier nichts. Die alten Biberschwänze von den Dächern wurden per Hand abgenommen, sortiert und zur Weiterverwendung auf Paletten gestapelt. Ebenso die alten Brandziegel. „Das ist gutes altes deutsches Reichsformat. Sowas bekommt man heute kaum noch, wird aber bei denkmalgerechten Sanierungen oft gesucht“, sagt Köhn.

Das, was von dem alten Baumaterial zu verkaufen war, ist bereits unter den Hammer gekommen. Alles, was jetzt noch auf der Baustelle steht, will Köhn selbst verwerten. Zunächst wird die alte Villa saniert. Auch hier kommen wieder alte Dachsteine zum Einsatz, um den Charakter des Gebäudes zu erhalten. Wenn die Villa fertig ist, sollen hier vier Wohnungen entstanden sein – zwar in einem alten Haus, dennoch modern. Auf der linken Seite des Grundstückes sollen 15 Reihen- und Einzelhäuser entstehen. Davon sieben in Reihenhausbauweise mit zwei Geschossen, und acht in einer Art Bungalowbauweise und komplett ebenerdig. „Wir warten im Moment auf die Baugenehmigung, um dann richtig beginnen zu können“, so Köhn. Das starke Gefälle von etwa vier Metern soll durch eine terrassenförmige Gestaltung ausgeglichen werden, so Köhn. Jedes Haus bekommt eigene Pkw-Stellplätze und dahinter einen kleinen Garten. Es soll ein ländliches Idyll werden, das dennoch direkt an die Stadt angebunden ist. Wohnungen und Häuser sollen vermietet werden. 18 Wohnungen vermietet Köhn bereits in Pritzwalk, weitere in Kyritz, Brandenburg, Staßfurt und Salzwedel. Die 15 geplanten Häuser sind der erste von insgesamt drei Bauabschnitten. „Das heißt, wir würden weiterbauen, wenn der Bedarf da ist. Zunächst setzen wir den ersten Bauabschnitt um, wenn diese Häuser vermietet sind, können wir weitermachen“, so Köhn. Während andere Städte in der Prignitz mit Wohnungsleerstand zu kämpfen haben und ein Gebäude nach dem anderen abreißen müssen, herrscht in Pritzwalk reger Wohnungsbedarf. Wohnungsbaugesellschaften und Genossenschaften melden einen durchschnittlichen Leerstand von drei Prozent. Vor allem die Wohnungen in den oberen Etagen der Plattenbauten sind davon betroffen. Außerdem gibt es in Pritzwalk kaum noch ausgewiesene Bauplätze, an denen neue Häuser errichtet werden könnten. „Unsere Vermietungsquote liegt bei 100 Prozent und wir sind optimistisch auch hier erfolgreich zu sein“, sagt Köhn, der die größte private Baustelle in der Stadt unter den Füßen hat.

Interessenten können unter Tel. 0173/2026218 mit den Bauherren Kontakt aufnehmen.  


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