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Der Prignitzer

21. November 2017 | 09:25 Uhr

Wohnen mit einem Hauch von Luxus

vom

svz.de von
erstellt am 25.Apr.2013 | 06:52 Uhr

Wittenberge | Nur noch ein paar Tage, dann fallen Baugerüst und Abdeckplanen am Haus der vier Jahreszeiten. Auch im Innern des Denkmals gehen Modernisierung und Sanierung ihrem Ende entgegen. Ende nächster Woche werden schon Mieter in die erste Wohnung ziehen. Den gleichzeitig behutsamen wie auch grundlegenden Umbau des Jugendstilhauses verantworten die hiesige Wohnungsbaugesellschaft mit dem Architekten Stefan Kunzemann. Mehr als 3000 Euro pro Quadratmeter hat die Gesellschaft, die eine 100 prozentiger Tochter der Stadt ist, dafür ausgegeben, mehr also, als man für einen Neubau in die Hand nehmen müsste. "Dafür haben wir bei uns in der Johannes-Runge-Straße jetzt eines der schönsten Häuser Brandenburgs stehen", sagt WGW-Geschäftsführer Torsten Diehn, und schmunzelt, um dann anzufügen: "Ohne Förderung wäre aber eine derartige Maßnahme bei allem guten Willen der Beteiligten nicht vorstellbar." Aus seinen Worten spricht der Stolz des Bauherren, dieses besondere Vorhaben zu einem guten Ende gebracht zu haben.

Für die meisten Wittenberger manifestiert sich die Erneuerung in der wieder farbenfrohen Fassade mit ihren Allegorien der Jahreszeiten, für die Mieter in sehr komfortablem Wohnen. Hier die Fakten: Das Gebäude besitzt eine moderne Gasbrennwertheizung, die die Fußböden beheizt. Das gesamte Gebäude ist von innen her gedämmt und verfügt über eine kontrollierte Wohnraumlüftung. Die Fenster der Vorderfassade wurden restauriert. Die Fenster der rückseitigen Fassade neu hergestellt nach altem Vorbild. Alle Innentüren sind aufgearbeitet, und wo notwendig so ergänzt worden, dass sie an den Wohnungseingängen höchstem Sicherheitsstandard entsprechen. Balkone bzw. Terrassen sind kein Thema, sie gehören einfach dazu. Was besonders besticht, ist die Liebe zum Detail. Rundbögen an den Fenstern blieben erhalten ebenso wie zweiflüglige Türen. "Wir als Gesellschaft haben in der Stadt jetzt an die 1000 Altbauwohnungen saniert, sagt Torsten Diehn. "Mit diesem Haus krönen wir unser Engagement im Stadtumbau der letzten Jahre in gewisser Weise."

Das Haus der vier Jahreszeiten birgt im Innern 350 Quadratmeter Wohnfläche. Verteilt sind sie auf fünf Wohnungen. Zwei davon sind - in Absprache mit dem Fördermittelgebern - derzeit zu einer zusammengefasst. Auch das ehemalige Geschäft ist - wenn nach außen hin auch kaum zu erkennen - zu einer Wohnung geworden. Hochklassige Wohnen hat, auch wenn Fördergeld fließt, seinen Preis. Die Anfangsmiete liegt über der durchschnittlichen Höhe, die in der WGE üblich ist. Probleme mit dem Vermieten hatte die WGW nicht, sagt Diehn.

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