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Perleberg Wohnungsunternehmen baut neu : Wohnen im Alter stets im Blick

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Die GWG hat in der Vergangenheit Millionen in altersgerechtes Wohnen investiert. Neubauvorhaben auf den Weg gebracht

svz.de von
erstellt am 02.Aug.2017 | 05:00 Uhr

„Wir haben das altersgerechte Wohnen durchaus im Blick“, sagt GWG-Geschäftsführer Klaus Neumann, und reagiert damit etwas erstaunt über den SPD-Antrag und den damit verbundenen Beschluss zum „altersgerechten Wohnen in der Stadt Perleberg“ der Stadtverordnetenversammlung.

Gerade wird bei der GWG Wohnungs GmbH Perleberg/ Karstädt für vier Millionen Euro ein Projekt auf den Weg gebracht. In der Dobberziner Straße hat das Wohnungsunternehmen von der Stadt Perleberg ein Grundstück erworben, auf dem zwei Wohnhäuser für altersgerechtes Wohnen entstehen sollen, so Neumann.

Das ist die Zukunft, aber auch in der Vergangenheit und Gegenwart steht das Thema immer wieder auf der Agenda der GWG. „Technisch ist es nicht möglich, unsere Plattenbauten mit Fahrstühlen auszurüsten“, informiert Klaus Neumann. „Acht bis zehn Stufen müssen immer überwunden werden.“ „Natürlich könnten wir entsprechende Fördermittel nutzen“, ergänzt der stellvertretende Geschäftsführer Ronald Otto, „aber ein barrierefreier Zugang ist hier nicht möglich.“

Mehrere Millionen flossen in der Vergangenheit in die Gestaltung von altersgerechtem Wohnraum. So entstanden vor fünf Jahren 44 Wohnungen mit Fahrstuhl in der Genossenschaftsstraße 1. „Stellplätze für Rollatoren und Rollstühle wurden im Keller ebenso geschaffen wie entsprechende Lademöglichkeiten“, so Klaus Neumann. Die Wohnungen verfügen über eine Terrasse oder einen Balkon. Und auch die Bäder wurden den Bedürfnissen angepasst und vergrößert. „Alles im Standard für ältere Leute.“

Soweit es technisch möglich ist, agiert die GWG in dieser Hinsicht auch in der Altstadt. So sind in der Heilige-Geist-Straße 5 acht und erst im letzten Jahr fünf altersgerechte Wohnungen in der Karl-Marx-Straße 9/10 entstanden. In beiden Objekten gibt es jetzt auch Fahrstühle. Der Dialog mit den Mietern funktioniert bei der GWG. „Wir haben das Wohnen im Alter stets im Blick“, unterstreicht der GWG-Geschäftsführer. So wurden und werden Bäder umgerüstet: Badewannen entfernt und Duschen eingebaut. Geprüft werde vorher immer die technische Umsetzbarkeit des Vorhabens. „Die Mieter selbst können Förderungen für den Umbau in ihren Wohnungen beantragen, die von uns dann bei der Umgestaltung eingesetzt werden“, sagt der GWG-Geschäftsführer..

„Bei uns wohnen alle älteren Mieter im Erdgeschoss bzw. in der ersten Etage“, so Neumann. „Über Jahre haben wir das so eingerichtet.“ „Wenn jemand kommt, dann werden sie bei der entsprechenden Vergabe berücksichtigt“, ergänzt Ronald Otto. „Gegenwärtig gibt es keine unbearbeiteten Nachfragen.“

Für den geplanten Neubau an der Dobberziner Straße gibt es inzwischen die ersten Anträge, auch aus dem Umland Perlebergs. Bewusst wird in direkter Nachbarschaft zum DRK gebaut. „So können die Angebote der Einrichtung genutzt werden“, sagt Klaus Neumann. Insgesamt entstehen hier in den nächsten 24 Monaten zwei Häuser mit 24 barrierefreien Wohnungen. Die ersten Mieter werden schon 2018 hier einziehen. Im zweiten Halbjahr 2019 soll der Bau abgeschlossen sein.

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