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Pritzwalk weist Baugebiete aus : Wohnen am Wasserturm

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Pritzwalk weist neues Baugebiet aus. In der Stadt gibt es kaum Leerstand

svz.de von
erstellt am 24.Aug.2017 | 21:00 Uhr

Bis zu 40 Bauplätze könnten zukünftig am Pritzwalker Wasserturm zwischen der B 103 und der B 107 entstehen. Darüber informierten der stellvertretende Pritzwalker Bürgermeister, Ronald Thiel, und der Vorsitzende des Stadtentwicklungsausschusses, Michael Ballenthin, vor Ort.

„Seit dem Jahr 2012 arbeiten wir an der Ausweisung neuer Bauflächen durch die Kommune in Pritzwalk. Wir haben kaum noch Bauflächen, die wir jungen Familien oder anderen Bauwilligen anbieten können“, sagt Michael Ballenthin. Nur noch einige wenige Lückenbebauungen seien im Stadtgebiet möglich. Zusätzlich wurden zwar Bauflächen in den Ortsteilen entwickelt, aber auch diese seien mittlerweile ausgeschöpft, erklärt Ronald Thiel.

Ein anderes Ziel welches die Stadtverordneten verfolgten, ist zunächst gescheitert: An der Lothringer Straße ein Baugebiet auszuweisen und zu entwickeln. Der private Investor habe sich aus diesem Vorhaben zurückgezogen. „Ich denke, auch wir als Kommune sollten den Bauwilligen Möglichkeiten in der Stadt anbieten, hier ihren Traum vom eigenen Haus zu verwirklichen“, erklärt Thiel.

Das Baugebiet am Wasserturm wird sich zwischen dem Birkenwäldchen und den Kleingartenanlagen befinden und ist damit innenstadtnah ohne die Stadt weiter zu zersiedeln, so Michael Ballenthin. In Pritzwalk gebe es pro Jahr einen Bedarf von zehn bis 15 Eigenheimneubauten. Hintergrund ist, dass der Wohnungsleerstand in der Stadt sehr niedrig ist. Unter drei Prozent der vermietbaren Wohnungen stehen leer. Außerdem wachse seit einigen Jahren die Einwohnerzahl kontinuierlich. „Dem müssen wir Rechnung tragen und uns als Kommune auf diese Entwicklung einstellen“, erläutert Ronald Thiel.

Die Entwicklungskosten für das Baugebiet sind im Haushalt eingestellt. Auf ihrer Sitzung am 13. September liegen den Stadtverordneten zwei Beschlüsse zu dem Vorhaben vor. Dabei geht es darum, die bereits bebaubare Fläche mit acht Parzellen zu entwickeln und das weitere Gelände Stück für Stück als Baugebiet zu beplanen. Das gesamte Areal inklusive der Kleingärten umfasst 18,5 Hektar Fläche. Davon sollen etwa zehn Hektar als zukünftige Bauflächen entwickelt werden.

„Wir müssen darauf achten, jungen Familien in Pritzwalk eine Perspektive bieten zu können und den Traum vom eigenen Haus erfüllen zu können. Es ist bereits vorgekommen, dass einige Bauwillige in benachbarte Gemeinden wie Groß Pankow oder Gumtow ausgewichen sind“, erklärt Ronald Thiel.

Bei dem Vorhaben arbeite man mit dem Planungsbüro Plankontor in Neuruppin zusammen und müsse vor allem darauf achten, dass die übergeordnete Landesplanung den Kommunen nur geringe Möglichkeiten für die Entwicklung von Bauflächen zugestehe. Deshalb werde man das Gebiet nicht sofort in Gänze entwickeln, sondern Stück für Stück. In diesem Zusammenhang macht Ronald Thiel darauf aufmerksam, dass die Sanierung von Altbauten in der Stadt fast abgeschlossen sei und es nur noch sehr wenige Objekte gebe, die saniert und vermietet werden könnten.  

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